1 | Den Wagram erfahren
Vogelstimmen am Morgen, ein Picknick im Weingarten, Ruhe in kühlen Kellergassen. Und dazwischen: Hohlwege, Kirchturmspitzen, Terrassen und Lössformationen. Die 5 Radtouren bieten Landschaftsgenuss pur.
Am Wagram, wo sich sanfte Lösshügel über dem einstigen Ufer des Urmeeres erheben, wurzelt der Wein im wahrsten Sinn des Wortes tief. Der mächtige Löss prägt hier nicht nur das Landschaftsbild, sondern auch den Charakter der Weine: feinwürzig, kraftvoll und mit jener unverwechselbaren Cremigkeit, die man sofort mit dem Wagram verbindet.
Rund um Kirchberg am Wagram, dem Herzstück der Region, gedeihen auf rund 2.450 Hektar Reben, die sich durch den mineralreichen Boden und das pannonisch-kontinentale Klima optimal entfalten. Grüner und Roter Veltliner sind die Aushängeschilder – ergänzt von eleganten Rieslingen, Weißburgundern und zunehmend spannenden Rotweinen. Der Rote Veltliner, eine autochthone Sorte mit Geschichte, erlebt hier seine Renaissance: aromatisch, vielschichtig und doch erstaunlich leichtfüßig.
Die Natur lässt sich nicht in ein Schema pressen.
Die Winzer:innen am Wagram verstehen sich als Bewahrer:innen dieses Terroirs – viele von ihnen setzen konsequent auf biologische Bewirtschaftung. Wie beim Gut Oberstockstall von Brigit und Fritz Salomon, das zu den Pionieren des biodynamischen Weinbaus zählt.
In Japan bedanken sich die Menschen dafür, wie respektvoll wir mit der Natur umgehen, während sie hierzulande fragen, warum der Wein so eine komische Farbe hat.