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Neue Ideen im Weinbau

In der Einbuchtung rund um Bad Vöslau blieb der Muschelkalkboden der Gainfarner Bucht vor 5 Mio. Jahren erhalten – ein Untergrund, der dem Weinbau ideale Bedingungen schenkt. Heute stellt sich die junge und experimentierfreudige Julia Herzog den neuen Herausforderungen, um den Familienbetrieb zukunftsfit weiterzuführen.

Weingut Herzog

Bodenständiger Pioniergeist

Gemeinsam mit der Bioforschung Austria hat sie einen Versuch zur klimafitten Neuauspflanzung von Dauerkulturen – in diesem Fall von Weingärten – laufen. Ein Vergleich zwischen der traditionellen Methode und einem Versuch, was passiert, wenn man vorab schon eine passende Begrünung pflanzt und erst nach zwei bis drei Jahren die Reben dazu setzt. Durch die bestehende „Konkurrenz" wurzeln sie tiefer. Gleichzeitig schützt die Begrünung vor dem Austrocknen von oben. Wichtig in Zeiten zunehmender Wetterextreme. Ein Forschen und Herantasten an neue Gegebenheiten wird auch in der Thermenregion mehr denn je nötig sein.

Essenziell ist auch die richtige Düngung. Dafür hat sich Julia Herzog einen Milchviehbetrieb als Kooperationspartner aus dem nahegelegenen Triestingtal geholt. Der Rindermist wird kompostiert und der Boden damit gedüngt. Richtig dosiert, damit man im Herbst gesunde Trauben mit guten Inhaltsstoffen ernten kann und keine künstlich "aufgeblasenen" Beeren.

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Wir sind biozertifiziert, gehen aber auch Themen an, zu denen wir gar nicht verpflichtet sind.

JULIA HERZOG, Weingut Herzog, Bad Vöslau

Auf rund 10 Hektar bewirtschaftet die Familie Herzog Chardonnay, Weißburgunder, Pinot Noir, St. Laurent und den besonders anspruchsvollen Neuburger – ein Nischenprodukt, auf das Julia Herzog stolz ist, weil sich hier händische Arbeit besonders lohnt. Unterstützt von der ganzen Familie setzt sie auf gesunde, widerstandsfähige Reben und bringt heuer erstmals den Lagenwein Pinot Noir Thermenregion DAC Vöslauer Lindenberg 2023 heraus: "Das ist der Wein, wo ich sage, dafür stehen wir." Und auch klimatisch hat sich das Bild gewandelt: “Früher hat man immer gedacht, puh, ob das alles rechtzeitig reif wird, hier am Rand vom Wienerwald. Doch der kühle Wind tut den Trauben in Wahrheit sehr gut.” Deshalb wurde heuer erstmals Rotgipfler ausgepflanzt – eine kleine Premiere.

Wenn man weiß, wo der Wein herkommt und man die Menschen dahinter kennt, dann trinkt man das Flascherl Wein anders, als wenn man es im Supermarkt aus dem Regal nimmt.

JULIA HERZOG, Weingut Herzog, Bad Vöslau

Gute neue Heurigentradition

Der eigene Heurigenbetrieb bietet die Gelegenheit, in aller Ruhe die Weine durchzukosten. Das Traditionelle an der Heurigenkultur ist aber immer noch das Zusammenkommen, diese ganz eigene, gemütliche Atmosphäre, in der man sich immer schon gerne trifft. 

Das gilt für die ganze Thermenregion. Sie hat eine eigene Identität – verstärkt durch die DAC-Einführung 2023. In Wirklichkeit muss man nur ins Rampenlicht stellen, was ohnehin besteht, unsere Schätze, meint Julia Herzog. Alleinstellungsmerkmal sind definitiv die autochthonen Rebsorten wie die Burgunder, Rotgipfler und Zierfandler, die hier ihren Ursprung haben. Das müssen wir das auf die Bühne stellen, ohne dafür etwas erfinden zu müssen. 

Weingut Herzog

Das familiengeführte Weingut Herzog in Bad Vöslau (Ortsteil Gainfarn) steht für hochwertige Bio-Weine mit Schwerpunkt auf Burgundersorten. Am Rand des Wienerwaldes entstehen Weine mit klarer Handschrift; hängt der Föhrenbuschen vor dem Tor, ist der Heurige geöffnet und serviert in entspannter Atmosphäre regionale, hausgemachte Speisen. Ab-Hof-Verkostungen sind ganzjährig möglich.

Dezember 2025

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