• ©© Niederösterreich Werbung/Sabine Wieser

Reisetipps rund um die Landesausstellung

Wenn die Welt Kopf steht.

Eine Reise ins Mostviertel

Manchmal braucht es einen Ort, der nicht lauter wird, wenn alles lauter wird. Einen Ort, der Raum gibt – für Fragen, für Zwischentöne, für das, was sonst leicht überhört wird. 2026 rückt das Mostviertel genau deshalb in den Fokus: Mit der Niederösterreichischen Landesausstellung „WENN DIE WELT KOPF STEHT – Mensch. Psyche. Gesundheit.“ wird die Region rund um die Moststraße zum Ausgangspunkt einer Reise, die innehalten lässt – und weiterführt.

1 | Besuch der Landesausstellung

Im Landesklinikum Amstetten-Mauer, seit über 120 Jahren ein zentraler Ort psychiatrischer Versorgung, öffnet sich ein ungewöhnlicher Zugang: Erstmals findet eine Landesausstellung in einem laufenden Klinikbetrieb statt. Sie verbindet historische Perspektiven mit aktuellen Fragestellungen rund um mentale Gesundheit – ergänzt durch persönliche Stimmen von Patient:innen, Angehörigen und Mitarbeitenden.

Ein eigener Lernort zur Geschichte der NS-Medizinverbrechen sowie ein kuratierter Rundweg durch das Klinikareal vertiefen die Auseinandersetzung. Es entsteht ein vielschichtiger Blick auf menschliche Verletzlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Wer hier eintaucht, merkt schnell: Ein einzelner Besuch reicht nicht aus.

Das Mostviertel setzt das Gespräch fort – draußen, in der Landschaft.

2 | Die Moststraße

Entlang der rund 200 Kilometer langen Moststraße zeigt sich das Mostviertel als gewachsene Kulturlandschaft. Landwirtschaft, Architektur und Esskultur greifen hier ineinander.

Weite Streuobstwiesen prägen die sanften Hügel – besonders im Frühling, wenn die Birnbaumblüte im April die Region in ein feines Weiß taucht. Vierkanthöfe erzählen von Beständigkeit und Eigenständigkeit. Und im Zentrum steht der Birnenmost: nicht als nostalgisches Relikt, sondern als zeitgemäß interpretiertes Kulturgut.

Mehr als 100 Mostbirnensorten sind dokumentiert – ein genetisches Gedächtnis der Region. Heute entstehen daraus sowohl klassische Moste als auch neue kulinarische Interpretationen. Orte wie die Mostelleria in Öhling zeigen, wie facettenreich die Birne gedacht werden kann.

Die Moststraße ist dabei weniger Route als Haltung: ein Raum, in dem Landschaft, Handwerk und Geschmack miteinander in Beziehung treten.

3 | Kulinarik mit Haltung

Die Küche des Mostviertels ist geprägt von Klarheit und Herkunft. In ausgewählten Wirtshauskulturbetrieben verdichtet sich das, was die Region ausmacht:

  • Gafringwirt – regionale Küche mit feinem Gespür für Gegenwart
  • Landgasthof Bachlerhof – saisonal, verwurzelt und präzise umgesetzt
  • Gasthaus Mitter – ruhig, konzentriert, ohne Inszenierung

Hier wird nicht inszeniert, sondern gearbeitet – mit dem, was die Landschaft hervorbringt.

  • ©Moststraße, dochbodnliacht

    Gafringwirt

    Mittergafring 4, 3324 Euratsfeld
  • ©Moststraße, dochbodnliacht

    Landgasthof Bachlerhof

    Abetzdorf 1, 3331 Kematen
  • Ein Teller mit Schweinsmedaillons, lila Kartoffeln und Gemüse auf einem gedeckten Tisch.
    ©Niederösterreich Werbung/Daniela Führer

    Gasthaus Mitter

    Linzer Straße 11, 3350 Haag

4 | weitere Ausflugsziele & Aktivitäten

Zwischen den Ausstellungstagen öffnen sich Orte, die Gedanken weiterführen:

  • Stift Seitenstetten – mit seinem Hofgarten ein Ort der Ordnung und stillen Klarheit
  • Basilika Sonntagberg – ein Platz, der Weite schafft, im Blick wie im Denken
  • Voralpenblick-Wanderweg – besonders zur Birnbaumblüte ein Weg durch blühende Streuobstwiesen

Auch Bewegung findet ihren Platz: Etappen des Ybbstalradwegs oder des Donauradwegs verbinden Landschaft mit einem Gefühl von Balance.

  • Die Birnbäume blühen in voller Pracht und verwandeln die Landschaft in ein zauberhaftes Blütenmeer. Der Frühling bringt frische Farben und einen süßen Duft, der die Luft erfüllt und die Sinne belebt. Ein perfekter Ort, um die Schönheit der Natur zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.
    ©© Niederösterreich Werbung/Sabine Wieser

    Stift Seitenstetten mit historischem Hofgarten

    Am Klosterberg 1, 3353 Seitenstetten
  • Die sanften Hügel des Mostviertels erblühen im Frühling in einem Meer aus zarten Birnenblüten. Die goldene Wiese, durchzogen von blühenden Obstbäumen, lädt zu einem entspannten Spaziergang ein und verspricht unvergessliche Ausblicke auf die malerische Landschaft.
    ©© Niederösterreich Werbung/Robert Herbst

    Basilika Sonntagberg

    3332 Sonntagberg
  • Die sanften Hügel des Mostviertels erstrahlen im warmen Licht des Herbstes, während die Nebel sanft über die Täler ziehen. Die goldenen Wiesen und die majestätischen Berge im Hintergrund laden zu einem unvergesslichen Ausblick ein, der die Seele berührt.
    ©© Niederösterreich Werbung/Sabine Wieser
    • Schwierigkeitleicht
    • Distanz11,39 km
    • Dauer3:00 h

    Wanderweg Voralpenblick

    Wandertour ausgehend von Ortsplatz Ertl

5 | Ankommen und bleiben

Wer der Ausstellung und der Region Zeit geben möchte, findet in ausgewählten Selected Stays passende Rückzugsorte:

  • RelaxResort Kothmühle – mit Fokus auf Ruhe, Regeneration und bewusste Auszeiten
  • Schloss an der Eisenstraße (Waidhofen an der Ybbs) – urbaner Kulturanker mit historischem Rahmen
  • Apartmenthaus Leopold an der Ybbs – reduziert, naturnah und klar gedacht

Alle liegen ideal, um Ausstellung, Natur und Kulinarik miteinander zu verbinden.

  • Ein Hotel inmitten einer grünen Landschaft mit Teich und Liegestühlen.
    ©Johanna Meinschad

    RelaxResort Kothmühle

  • Panorama einer Flusslandschaft mit Schloss und moderner Architektur, umgeben von grünen Hügeln.
    ©Dominik Stixenberger

    Das Schloss an der Eisenstrasse

  • Gemütliches Schlafzimmer mit Holzmöbeln und Dachschräge.
    ©Niederösterreich Werbung / Maximilian Pawlikowsky

    Apartmenthaus Leopold an der Ybbs

FAQ

Häufig gestellte Fragen rund um die Niederöstereichische Landesausstellung im Mostviertel.

Eine Reise, die nachwirkt

Das Mostviertel ist 2026 kein Ort des schnellen Konsums. Die Landesausstellung gibt den Impuls, die Region ergänzt ihn mit leisen, nachhaltigen Eindrücken. 

Wer zwei oder drei Nächte bleibt, erlebt mehr als einzelne Programmpunkte: eine Gegend, in der Landschaft, Kultur und Kulinarik ineinandergreifen. Eine Reise, die nicht alles erklärt – aber vieles in Bewegung bringt.