Waidhofen an der Ybbs, © Niederösterreich-Werbung/Martin Matula

Mittelalter trifft Moderne: Waidhofen an der Ybbs

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An der niederösterreichischen Eisenwurzen liegt die Schulstadt mit einem beeindruckenden mittelalterlichen Stadtkern.

Unterwegs in Waidhofen gibt es eine Menge zu entdecken. Zu den besonderen Highlights zählen die architektonischen Zeitzeugen einer wehrhaften Geschichte, ein prunkvoller Konzertsaal mit beeindruckender Akustik und das reiche Kulturangebot, das zum Wiederkommen einlädt.

Die Stadt der sieben Türme

Unser erstes Ziel ist das imposante, neugotische Schloss Rothschild, dessen Schlossturm ein markanter Glaskubus ziert, entworfen vom Star-Architekt Hans Hollein.Neben dem Schlosswirt, einem Gourmetlokal mit guter Weinkarte, ist im Rothschildschloss außerdem das interaktive 5-Elemente-Museum beheimatet! Bereits um 1400 wurde um das aufblühende Waidhofen eine Wehranlage errichtet. Kein Wunder also, dass wir eine Führung buchen, um mehr spannende Details zu erfahren. Bei unserem Streifzug durch die Stadt ist die bewegte Geschichte spürbar: Am Oberen Stadtplatz sticht sofort die 1665 errichtete Mariensäule, eine Mondsichelmadonna, die hoch oben auf einer Marmorsäule thront, ins Auge. Gegenüber gibt es schon den ersten Stadtturm zu bestaunen, dessen Uhr auf der nord-westlichen Seite immer dreiviertel zwölf anzeigt, die Stunde des historischen Sieges über die Belagerung der Stadt durch türkische Streitscharen im Jahr 1532. Den fantastischen Ausblick oben am Turm über die alten Dächer der Stadt werden wir nicht so schnell vergessen. Bis heute zieren vier Kirch- und drei Stadttürme das spätmittelalterliche Stadtbild.

Volkskunde zu Mehlspeisen

Hungrig vom Aufstieg kehren wir anschließend in der Bio-Konditorei Hartner ein: Die herrlichen  Kardinalschnitten sind ein Gedicht, die nougatgefüllten „Waidhofner Stadttaler“ ein perfektes Mitbringsel. Daheimgebliebene freuen sich aber bestimmt auch über einen Leckerbissen vom Waidhofner Wochenmarkt, einem quirligen Treffpunkt, den es bereits seit dem 12. Jahrhundert gibt. Am Unteren Stadtplatz steht ein Haus, das wir gleich aus mehreren Gründen ansteuern: Im ersten Stock befindet sich das Volkskundemuseum, im Erdgeschoss die Dampfbäckerei der Familie Piaty. Hier gibt es mit Sicherheit die besten Cremeschnitten und das wahrscheinlich beste Eis der Stadt! Fans der vielschichtigen Esterhazyschnitte hingegen werden in der Konditorei Erb unweit der Alten Post ihren Genusshimmel finden. In den Arkadengängen der Alten Post shoppen wir noch durch die zahlreichen Geschäfte. Unser Tipp: Zeit nehmen und im Innenhof in den ersten Stock hinaufgehen! Wer gerne noch länger bummeln möchte, dem legen wir die Trachtenmanufaktur Freiwild von Designerin Christa Doris Steinauer, die sich mit ihren extravaganten Dirndln bereits einen Namen gemacht hat, ans Herz. Das reich bestückte Haushaltswarengeschäft Brandl und das Papierfachgeschäft Kappus mit seinem knarrenden Holzboden und Waren bis unter die Decke sind wahre Institutionen in Waidhofen und feine Adressen zum Schmökern und Stöbern.

Rund um Waidhofen wartet Natur pur

Der letzte Abstecher führt uns erneut zu einem Turm. Wir spazieren durch das stilvolle Ambiente der idyllischen Waidhofner Fußgängerzone, wo jeden Samstagvormittag der Schmankerlmarkt mit seinem regionalen Angebot stattfindet. Schweren Herzens trennen wir uns von den Köstlichkeiten und gehen weiter zur Ausfahrt der Innenstadt, über die im Dornröschenschlaf der Ybbsturm wacht. Da er sich dabei über die Straße spannt, können wir bequem hindurchspazieren. Nur wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt stehen wir mitten in der Natur am Ybbsufer. Morgen werden wir hier eine schöne Wanderung entlang des Flusses starten und später noch den Natur- und Erlebnispark Buchenberg besuchen. Doch für heute sparen wir unsere Kräfte und kehren lieber in unser Quartier, das familiäre Hotel Mooshamer zurück, wo wir den Tag gemütlich ausklingen lassen.

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