Baden bei Wien

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Geheimnisse von Kaiser, Schwefel und Rollett

Traditionelle Kurstadt? Heiße Schwefelquellen? Mag sein, doch die historische Kaiserstadt Baden hat mehr zu bieten. Viel mehr. Sie präsentiert sich im Winter als Zentrum der prallen Lebenslust und moderner Kunstsinnigkeit. Die Stadt an der Schwechat im Helenental fällt durch den Biedermeierstil auf, der nach einem Brand 1812 das Erscheinungsbild prägt. Dank Kaiser Franz Josef, der eine Straßenbahn errichten ließ, kommen Gäste aus Wien in gerade einmal 20 Minuten vom Wiener Karlsplatz direkt ins Zentrum von Baden. Bei einem vorweihnachtlichen Streifzug durch die Stadt erkunden die Besucher:innen kaiserliche Eleganz, höfische Traditionen und begeben sich auf die Spuren vergangener Tage. Die Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven sind eng mit der Kaiserstadt verbunden und ließen sich vom Thermalwasser inspirieren. Mozarts „Ave verum corpus“ wurde hier komponiert und in der Pfarrkirche Baden-St. Stephan uraufgeführt.

Weihnachtsglanz in der Kaiserstadt

Die Innenstadt ist kompakt und besitzt dank der Dreifaltigkeitssäule reichlich Geschichte und Strahlkraft. Deren goldene Kugeln leuchten auch an Wintertagen hell. Bei einem winterlichen Stadtrundgang geht es vorbei am Rathaus, das sich typisch im Barockstil präsentiert und dem ehemaligen Kaiserhaus (im Winter leider geschlossen). Hier in der kaiserlichen Hofbackstube werden heute noch und ganzjährig, genau wie schon vor 200 Jahren, von Herwig Gasser süße Backwaren in Form von Kuchen und Pralinen hergestellt. Auch die für Baden bekannten Beethoven-Pralinen sind hier zu finden. Danach heißt es: Raus aus der warmen Stube, hinein in den Kurpark Baden. Dieser verwandelt sich einmal im Jahr traditionell zu einem funkelnden Weihnachtsdorf. Bei einem Spaziergang durch den Weihnachtswald stärken sich Gäste bei regionalen Pop-up-Hütten oder statten dem Christkindlpostamt einen Besuch ab. Mit einer märchenhaften Kulisse und nachhaltigen Konzepten überzeugt auch „Advent im Park – Baden FAIRzaubert“, der vom 16. November bis 23. Dezember stattfindet. Flanieren und bummeln lässt es sich übrigens bestens in Badens Fußgängerzone oder am Hauptplatz, wo der Badener Advent stattfindet.

Morgens wie abends kulinarisch verführt

Damals wie heute gilt: In der Kaiserstadt lässt es man sich fein verköstigen. Beim Grünen Markt in der Nähe der Römertherme am Brusattiplatz warten charmante Kaffees, lokale Spezialitäten und der eine oder andere Punsch- und Glühweinstand. Quasi ums Eck befindet sich der Genussmarkt, der sein Sortiment bis zum 16. Dezember jeden Freitag gekonnt in Szene setzt. Bei der feinen Auswahl an Spitzenrestaurants in der Stadt können Gäste leicht den Überblick verlieren. Immer auf der sicheren Seite ist man im el Gaucho im Josefsbad, Gasthof Martinek, in der Edelsberger Gastwirtschaft, im Hotel Schloss Weikersdorf sowie im Casino Restaurant Baden. Naheliegend ist ein Besuch des Casinos, das Glanz und Glamour versprüht. Ein Mehr an Regionalität bei Speis und Trank versprechen der Heurigen der Familien Kernbichler, Weinbau Schwabl "Himmelthau", Heurigen Zierer Klaudia oder Weingut Fischer-Kügerl, Weinbau Ramberger und Weinbau Eitler Christian. Um ein ausgewogenes Programm und die Stadt von mehreren Seiten erleben zu können, wird aus dem Tages- schnell ein Wochenendausflug. Komfortabel nächtigen können Besucher:innen im At the Park Hotel, Kurhotel Badener Hof, Hotel Sacher Baden, Hotel Herzoghof oder im Gutenbrunn Thermen Sporthotel.

Ein „kaiserlich-schönes“ Baden

In Baden befindet sich das Rollettmuseum, das älteste Museum Niederösterreichs. Für noch mehr historische und künstlerische Einblicke sorgen das Beethovenhaus, Kaiser-Franz-Josef-Museum, Kaiserhaus sowie das Arnulf-Rainer-Museum und Haus der Kunst. Über Themenspaziergänge, wie die Villentour, Nachtwächter Tour, Grillparzer in Baden Tour, Kaiser, Komponisten und Kuren Tour wird Baden abwechslungsreich und je nach Interesse erkundet.