• Inmitten der idyllischen Natur des Waldviertels entfaltet sich beim Schrammel.Klang.Festival in Litschau eine harmonische Melodie, während zwei talentierte Musiker mit Leidenschaft ihre Instrumente spielen. Die sanften Klänge der Gitarre und des Akkordeons laden die Zuhörer ein, den Moment zu genießen und die Seele baumeln zu lassen.
    ©© Niederösterreich Werbung/Daniel Gollner

Mit Marie Theres Stickler am Schrammel.Klang.Festival

Es schrammelt über den Herrenteich

Im Juli prägt alljährlich das berühmte Schrammel.Klang.Festival die Stadt Litschau im nördlichen Waldviertel. Schrammelmusik und Wiener Lied erklingt dann rund um den Herrenteich, wo sich das Who is Who der Szene trifft. Eine feste Größe des Festivals und immer in mindestens einer Formation auf der Bühne zu sehen ist die Akkordeonistin Marie-Theres Stickler, die seit einigen Jahren auch Wahl-Waldviertlerin ist. 

Die Musik als Heimat

In Puchberg am Schneeberg, an der Grenze zur Steiermark aufgewachsen, begann Marie-Theres Stickler mit fünf Jahren das Spiel auf der Steirischen Harmonika. Eine frühe Liebe, die bis heute gereift ist und nie an Leidenschaft verloren hat. Zur Harmonika gesellten sich alsbald klassisch die Blockflöte, mit acht Jahren erlernte sie zudem das Geigenspiel an der örtlichen Musikschule. „Wenn ich mich zurückerinnere, war das eine wunderbare und zwanglose Zeit. In den ersten Jahren habe ich nach Lust und Laune gespielt, ich konnte frei experimentieren und lernte autodidaktisch.“ Auf viel Inspiration, Lehrmeister und Vorbilder folgte in der Pubertät die erste Krise: „Mit zwölf, dreizehn Jahren war Volksmusik leider peinlich statt cool. Das hat sich zum Glück gewandelt, aber in der Pubertät hab ich schon sehr mit der Musikrichtung gehadert. Die Harmonika landete über Monate, wenn nicht Jahre in der Ecke.“

Ich durfte mich immer selbst für meinem Weg entscheiden. Diese Freiheit nehme ich mir auch heute noch.

Marie-Theres Stickler entstammt keiner klassischen "Musikerfamilie"

Puchberg–Salzburg–Wien–Litschau

Eine schicksalhafte Begegnung in der Südsteiermark beendete das verstaubte Dasein des Instruments. „Ein lieber Kollege vermittelte mir damals eine Unterrichtsstunde mit dem mittlerweile verstorbenen, blinden Harmonikaspieler Andreas Salchegger. Mit seinem Stil hat er sich unsterblich gemacht. Für mich war er der Ray Charles auf der Diatonischen Harmonika. Diese Begegnung hat für mich damals alles, was ich übers Harmonikaspielen wusste, über den Haufen geworfen.“ Nach dieser Erfahrung gab es für sie nicht mehr den leisesten Zweifel, wohin es sie im Leben zog. Das Studium am Mozarteum Salzburg folgte, anschließend ging es für die Absolventin in die Musikstadt Wien, einem, wie sie überzeugt ist, unglaublich inspirierenden Ort für Musik. 

Da hat sich für mich ein neues Universum aufgetan.

die Begegnung mit Andy Salchegger war wegweisend für Marie-Theres

Umgeben von üppigem Grün und dem sanften Plätschern des Wassers, lädt dieser idyllische Ort zum Verweilen ein. Die harmonische Verbindung von Natur und Kultur schafft eine Atmosphäre, die sowohl Entspannung als auch Inspiration bietet. Hier, wo Musik und Natur aufeinandertreffen, wird jeder Moment zu einem unvergesslichen Erlebnis.
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Ein malerischer Wegweiser steht umgeben von üppigem Grün und strahlendem Sonnenlicht. Die verschiedenen Richtungen laden dazu ein, die Schönheit der Natur zu erkunden und die vielfältigen Angebote des Festivals zu entdecken. Hier, wo Musik und Natur harmonisch verschmelzen, wird jeder Schritt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
©© Andreas Biedermann Abdruck honorarfrei und bei Namensnennung NUR IM ZUSAMMENHANG MIT BERICHTERSTATTUNG über das Schrammel.Klang.Festival

Das Wiener Lied

Mit der Wienerlied-Ikone Rudi Koschelu, seines Zeichens Kontragitarrist, Sänger und Dudler verbindet sie eine langjährige Bühnenpartnerschaft. Gemeinsam spielen sie Klassiker, die teilweise 200 Jahre alt sind. „So schön die Melodien sind, mit manchen Texten hadere ich ehrlicherweise. Sie sind zwar ein Spiegelbild der damaligen Zeit, aber nicht mehr zeitgemäß. Da versuche ich, mich als Dienerin des Liedes zu sehen. Ein Kompromiss, der sich aber nicht immer ausgeht“, so Marie Theres kritisch. „Die Radio-Redakteurin Nadja Kayali meinte einmal, dass man viele alte Wienerlieder aus der Frauenperspektive umschreiben müsste. Da gäbe es ganz schön viel zu tun.“ 

Du musst für die Leute spielen, und dann erst für dich.

so die Philosophie des ehemaligen "Tanzgeigers" Rudi Pietsch

Segn´ ma uns in Litschau?

Der für viele Musikerinnen und Musiker des Genres wichtigste Fixpunkt des Jahres ist sicherlich das Schrammel.Klang.Festival in Litschau am Herrenteich. Aus Litschau stammte die Familie der Gebrüder Schrammel und hier trifft sich jedes Jahr an zwei Wochenenden im Juli alles was zwischen Jazz, Wienerlied, neuer Volksmusik und Weltmusik Rang und Namen hat. Marie-Theres, die jedes Jahr in mindestens einer Formation hier auftritt streut dem Festival und seinem Schöpfer Rosen: „Intendant Zeno Stanek hat hier wirklich Großes geschaffen. Das muss man erst einmal so wo finden: So ein tolles Line-up jedes Jahr vor dieser einzigartigen Kulisse vorm Herrenteich. Es ist einfach ein großartiges Festival, das Jede und Jeder einmal erlebt haben sollte!”

Ich bin einfach so ein Riesen-Fan vom Schrammel.Klang.Festival!

Marie-Theres über ihren musikalischen Fixpunkt des Jahres
Inmitten der majestätischen Bäume des Waldes versammeln sich Musikliebhaber, um die Klänge des Schrammel.Klang.Festivals zu genießen. Die sanfte Melodie der Instrumente vermischt sich mit dem Rascheln der Blätter und schafft eine harmonische Atmosphäre, die die Seele berührt.
©© Niederösterreich Werbung/Robert Herbst

Stickler & Schrammel.Klang

Das Schrammel.Klang.Festival ist ein jährlich stattfindendes Musikfestival in Litschau am Herrenteich im niederösterreichischen Waldviertel. Es widmet sich vorrangig der Wiener Schrammelmusik und verwandten Genres wie dem Wienerlied; das besondere am Festival ist die einzigartige Atmosphäre und die Natur rund um den Herrenteich. 

Marie-Theres Stickler ist vor allem für ihr virtuoses Spiel auf der diatonischen Harmonika bekannt, sie singt und dudelt aber auch in den verschiedensten Formationen. Sie zählt zu den prägenden Stimmen der zeitgenössischen österreichischen Volks-, Schrammelmusik und Wienerliedszene.

9. März 2022