Barocke Pracht

Eine Reise zu den Marchfeldschlössern vor Wien lohnt sich: nach Schloss Hof, Schloss Marchegg und Schloss Eckartsau.

Prinz Eugen, Maria Theresia, Karl I. und die Adels-Familien Salm, Pálffy und Kinsky haben diese Schlösser erbaut, bewohnt und dort Geschichte geschrieben.

Schloss Hof mit seinem hochherrschaftlichem Wohngebäude, kunstvollen Terrassengarten und idyllischen Gutshof wurde in den späten 1720er-Jahren als repräsentativer Land- und Jagdsitz für Prinz Eugen von Savoyen angelegt. Maria Theresia erwarb das Schloss für ihren Gemahl Kaiser Franz Stephan. Nach der k.k. Armee und dem Bundesheer wurde das Schloss von der Roten Armee benutzt und musste anschließend saniert werden. 2005 wurden die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen. Neben der Schlossbesichtigung werden seither Jahresausstellungen, Konzerte und Familienprogramme geboten.

Barockschloss Marchegg
Das Barockschloss Marchegg war lange im Besitz der Familien Salm und Pálffy. Im Jahr 1957 erwarb die Stadt Marchegg mit Hilfe des Landes Niederösterreich das Schloss, nachdem es schon zum Abbruch bestimmt war. Der Bau ist durchgehend zweigeschoßig und liegt in einem großen Park. Vom direkt anschließenden Hochwasserschutzdamm hat man einen eindrucksvollen Rundblick auf die Weißstorchkolonien (, die sowohl auf den Kaminen des Schlosses als auch auf den Bäumen im Schlosspark oder in den Marchauen des Naturreservates Marchegg nisten).

Schloss Eckartsau
Eckartsau ist ein Schloss, das viele Türen öffnet: zum Nationalpark Donau-Auen und unberührter Wildnis, zu österreichischer Geschichte und kaiserlicher Hochkultur. Das von Graf Franz Ferdinand von Kinsky aus einer Burg in ein Barockes Jagdschloss umgebautes Gebäude liegt unweit der Donauauen im niederösterreichischen Marchfeld. In die Geschichtsbücher ging es als letzter inländischer Wohnort von Kaiser Karl I. nach seinem Verzicht auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften im November 1918 ein.