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Kulturwandern mit den Luxusgämsen

Bewegende Geschichten

Irene Beckmann ist am Semmering aufgewachsen. Sie kennt die Landschaft, die Bauwerke, die Geschichte und Geschichten der Gegend in- und auswendig. Trotzdem entdeckt auch sie selbst bei den Kulturwanderungen, die sie anbietet, immer etwas Neues.

Die Wiener Alpen üben seit jeher eine eigene Faszination aus – auf Wandernde sowieso, aber auch auf Kulturschaffende einst und jetzt. Warum das so ist, erklärt sich Irene Beckmann mit dem speziellen Gefühl, das diese Gegend vermittelt. Eines, das man auf Bildern nicht sehen kann. Man muss schon selbst dort unterwegs sein und sich ihr mit Muße und Langsamkeit widmen.
 
 

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Man kann hier nicht einfach so durchhetzen: Gesehen. Check. Dann entgeht einem so vieles.

IRENE BECKMANN, Wanderführerin Luxusgämsen

Der Weg gibt den Schritt vor. Die so genannten Terrainwege stammen aus der Blütezeit der Kurhotels und wurden den Gästen sozusagen „verordnet“. Sie wurden bewusst nur mit sanften Steigungen angelegt und mit Aussichten, die so pittoresk sind, als ob sie gemacht worden wären. 
 

Ich möchte den Leuten bei meinen Wanderungen das Drumherum mitgeben, den Kontext zu dem, was sie sehen.

Pionierbau Semmeringbahn

Ein Teil der schönen Aussicht wurde tatsächlich „gemacht“: Die Semmeringbahn zum Beispiel wurde in die Landschaft hinein gebaut – mit den eindrucksvollen Viadukten. Die Bahn hat es Irene Beckmann besonders angetan und wenn man mit ihr den Bahnwanderweg geht, erzählt sie natürlich auch von deren Erbauer, Carl Ghega, später Carl Ritter von Ghega. Von seinem Mut, dem Gegenwind zu trotzen und seiner unerschütterlichen Überzeugung, dass dieses visionäre Projekt gelingen würde – was letztendlich auch geschah. 

The Bigger Picture

Die Verbindung aus Landschaft, Bauwerken und Persönlichkeiten ergibt das ganze Bild: Beim Südbahnhotel zum Beispiel. Es ist innen noch genauso wie es war, es hat den Charme von einst beibehalten – die Luster, teilweise sogar noch die Möbel und die alten Zementfliesen mit den Kleeblättern. Es fällt leicht, sich bei Irene Beckmanns Erzählungen vorzustellen, wie Arthur Schnitzler hier durch die Panoramafenster auf Schneeberg und Rax geschaut hat. Immerhin war er hier Stammgast. Wen wundert es, dass es den Portier Rosenstock und andere Figuren in seiner Tragikomödie “Das weite Land” tatsächlich gab!

Das Panhans wiederum ist schon oft renoviert worden. Es hat von außen zwar noch diesen schönen Charakter und die Formgebung der Räume innen ist noch original. Ansonsten hat sich einiges verändert. Aber auch dazu gibt es genug Geschichten und interessante Facts zu erzählen.

Zudem ist es auch oft Persönliches, das Irene bei ihren Kulturwanderungen erzählt, weil ihre eigene Familiengeschichte eng mit der Geschichte der Region verwoben ist. Die Großeltern mütterlicherseits hatten hier ein Hotel, das sogar in Kriminalromanen und in Sachbüchern vorkommt. 
 

Ich sage den Leuten immer: Ich habe die Bücher alle für Sie gelesen und erzähle daraus. Aber vieles steht eben nicht in diesen Büchern.

Apropos: 
Irene Beckmanns Lieblingsplatz ist ein Ort, den es einmal gab, den es auch jetzt gibt und hoffentlich in Zukunft wieder geben wird  – das Kurhaus, direkt beim berühmten „20-Schilling-Blick“
 

Menschen lieben Geschichten

Irene Beckmann erzählt Geschichte in Geschichten – immer mit Verbindung zum Jetzt und in die Zukunft. Denn es tut sich immer was im Ort: Kulturell mit den Festspielen Reichenau etwa. Deren Intendantin, Maria Happel, hat hier auch ihren Zweitwohnsitz. Leute kaufen auch Häuser und haben Pläne damit. Ein bisschen gepflegter „Gossip“ darf bei den Wanderungen auch nicht fehlen. 
 

Luxusgämsen

Irene Beckmann ist am Semmering geboren und zertifizierte Wanderführerin. Mit „Luxusgämsen“ bietet Sie Kulturwanderungen im Semmering- und Raxgebiet an – zu verschiedenen Themen oder maßgeschneidert, in angenehmen Kleingruppen. Dabei erzählt sie Geschichte in Geschichten und lässt auch die aktuellen Details nicht aus. 

Dezember 2025