Museum

Kaiserhaus Baden

Beschreibung

Das Kaiserhaus Baden - ein nicht imperialer Wohnsitz der Habsburger "Ich besah das Haus das wir bewohnen sollen, und muss dir offen herzig gestehen, dass ich es sowohl unbewohnbar für heuer als unfähig einer zweckmäßigen Verbesserung finde". Diesen Satz schrieb Kaiserin Maria Ludovica ihrem Gemahl KaiserFranz I., nachdem man ihr das neue Quartier für die jährlichen Séjours der kaiserlichen Familie in Baden am 10. Juni 1813 gezeigt hatte. Der Protest fruchtete nichts. Aus dem, vom französischen Architekten Charles Moreau für Nikolaus II. adaptieren, fürstlich Esterhazyschen Palais wurde das Kaiserhaus. Franz I. hatte das Gebäude "zu Meinem Gebrauche" kaufen lassen und blieb ihm bis zu seinem Tode treu. Welthistorische Bedeutung erlangte das Haus im 1. Weltkrieg, als 1917 und 1918 das Armeeoberkommando der k.u.k. Monarchie in Baden stationiert war und Kaiser Karl I. vom ersten Stock des Kaiserhauses aus seine Armee befehligte. Danach fiel das Kaiserhaus in Dornröschenschlaf. Heute erstrahlt das revitalisierte Palais in neuem Glanz und die kaiserliche Wohnung im ersten Stock fungiert als niveauvoller Museumsrahmen für wechselnde Ausstellungen. Ab 21. April 2018: Ausstellung "Baden Zentrum der Macht 1917-1918" Kaiser Karl I. und das Armeeoberkommando Kurator: Dr. Manfried Rauchensteiner Ausstellungsdauer: bis 4. November 2018 Informationen: Abteilung Museen der Stadtgemeinde Baden, Tel: 02252-86800-580

Ab 23. September 2017:
Präsentation "Die großen Kurstädte Europas"
Baden und die Nominierung zum UNESCO - Weltkulturerbe "Great Spas of Europe"
Öffnungszeiten: 23. September - 19. November 2017, immer Freitag bis Sonntag, sowie am 26.10., 1.11.  2.11.2017 jeweil 10h - 18h

Kaiserhaus Baden, 1. Stock, Hauptplatz 17, 2500 Baden
EIINTRITT FREI

Seit 2010 wird an der seriellen Einreichung der herausragenden Europäischen Kulturstädte ("Great Spas of Europe") zum Weltkulturerbe gearbeitet. Folgende Kurstädte sind für die Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste nominiert: Baden (A), Franzensbad, Marienbad, Karlsbad (CZ), Baden-Baden, Bad Ems, Bad Kissingen (D), Montecatini Terme (I), Spa (B), Vichy (F) und Bath (GB). Grund für die Auswahl Badens war die Bedeutung als größtes österreichisches Kurbad, besonders im 19. Jahrhundert und die Anerkennung der erfolgreichen Programme Badens zum Schutz des Ortbildes.