Die römisch-katholische Pfarrkirche Bischofstetten steht erhöht auf dem sogenannten Pfaffenberg und somit weithin sichtbar.
Die der heiligen Agatha geweihte Kirche gehört zum Dekanat Melk in der Diözese St. Pölten und steht unter Denkmalschutz. Die Kirche ist eine Gründung der Regensburger Bischöfe im 9. Jahrhundert und war im 11./12. Jahrhundert eine Filiale von Hürm. Eine erste Erwähnung der Kirche findet sich im 12. Jahrhundert im Fürstenbuch von „Österreich und Steiermark“ des Reimchronisten Jans Enenkel. Vieles deutet auf eine frühmittelalterliche Burgkirchenanlage hin. So wird die Kirche etwa im Süden durch eine Futtermauer abgeschlossen. Reste des gotischen Kirchenbaues sind an der Südwand der heutigen Kirche sichtbar. Hier wurde ein stark beschädigtes, gotisches Gewände eines Spitzbogenportals freigelegt. Der im Westen halb eingestellte Turm zwischen Volutenflanken trägt einen kleinen Doppelzwiebelhelm. Der barocke Umbau wurde 1746 fertiggestellt und verfügt über eine reiche barocke Ausstattung.
Die Bilder am Hochaltar und von den beiden Seitenaltären stammt von der Hand des Meisters Michelangelo Unterberger. Der Tiroler Bildhauer Johann Reindl schuf den Hochaltar, sowie die beiden Seitenaltäre und die Kanzel. Die älteste und größte Glocke goss Johann Gottlieb Jenichen (1823). Die Orgel baute Herbert Gollini (1980). Die Pfarre war einst landesfürstlich und der Pfarrer wurde direkt vom Kaiserhaus ernannt.
Mit Errichtung der Diözese St. Pölten ist die Pfarre dem Bischof unterstellt. Der Pfarrhof wurde durch Maria Theresia barockisiert und mit dem kaiserlichen Wappen versehen, das noch heute über der Portalpforte prangt.