Beschreibung
Die 1913 nach Plänen von Theodor Schreier und Viktor Postelberg erbaute Synagoge zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen jüdischen Lebens in St. Pölten. In der Pogromnacht am 10. November 1938 wurde sie schwer beschädigt, die Jüdische Gemeinde vernichtet. Nach 1945 ging das Gebäude an die Israelitische Kultusgemeinde Wien zurück – eine eigene Gemeinde in St. Pölten bestand nicht mehr.
Ab 1980 wurde die Synagoge aufwändig restauriert. Dank wiedergefundener Schablonen konnte die reich verzierte Kuppel originalgetreu rekonstruiert werden. Seit 1988 ist im angrenzenden Kantorhaus das Institut für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST) untergebracht.
Von 2022 bis 2024 wurde die Ehemalige Synagoge im Rahmen von Kultur St. Pölten 2024 umfassend saniert und barrierefrei zugänglich gemacht.
Heute ist sie Teil des Museums Niederösterreich und dient als Gedenk- und Kulturstätte für Ausstellungen, Konzerte und Veranstaltungen, darunter die Jewish Weekends. Neben der Dauerausstellung „Die Synagoge und ihre Gemeinde“ zeigt eine jährlich wechselnde Ausstellung auf der oberen Frauenempore Themen jüdischer Kultur.
Alle Informationen zur Synagoge finden Sie hier!
Wechselausstellung & Kinderkonzert
Die neue Wechselausstellung mit dem Titel „Geraubte Heiligkeit – Judaica aus Niederösterreich“ ist während der gesamten Saisonlaufzeit von 15. April bis 15. November 2026 zu sehen.
Die Jewish Weekends – Festival jüdischer Musik finden von 29. bis 31. Mai und 6. bis 7. Juni 2026 statt. Hier wird es auch ein Konzert speziell für Kinder und junggebliebene Erwachsene geben: Timna Brauer und Jannis Raptis laden am 6. Juni 2026 um 16:30 Uhr Kleine und Große zu einer musikalischen Reise ein.
Workshops für Schulen
Für Schulen bietet die Ehemalige Synagoge St. Pölten ein Vermittlungsprogramm mit Führungen und Workshops an. Diese sind einzeln oder in Kombination miteinander buchbar und können auch außerhalb der Saison angefragt werden. So können Schulklassen etwa bei den Interaktiven Führungen „Synagoge? Was ist denn das?“ (ab 3. Schulstufe) und „Was bleibt, was fehlt?“ (ab der 5. Schulstufe) das Haus entdecken oder bei den Workshops „Prächtige Muster und Farben“ (3. bis 12. Schulstufe) und „Menschen und Schicksale“ (4. bis 12. Schulstufe) mehr über die Geschichte des Gebäudes erfahren.
Alle Informationen und Details zum Vermittlungsprogramm finden Sie auf der Website.