Weingut Fred Loimer, © Niederösterreich Werbung/Michael Prügl

Wein trifft Kultur & Architektur

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Eine Reise quer durch die Weinlandschaften Niederösterreichs.

Beginnend in Martinsdorf im östlichen Weinviertel durften wir uns drei Tage lang durch die Vielfalt an Wein und Kultur über den Wagram bis ins Kamptal kosten. Wir haben viel gesehen und viel erlebt – aber ganz von Anfang an: Wir, das sind Kady und Michael. Wir sind zwei Wein-Enthusiasten mit großer Social-Media-Affinität. Das Podcast- und Blogprojekt Wein für Wein war eine logische Folge unserer gemeinsamen Leidenschaften. 

Wir starten wie es sich gehört – mit dem Aperitif  

Unsere Reise beginnt in einem kleinen, ruhigen Ort im östlichen Weinviertel: In Martinsdorf ist das Weingut & Sekterei Zuschmann-Schöfmann beheimatet. Schon am Namen ist erkennbar, dass sich hier zwar nicht alles, aber vieles um Schaumwein dreht. Nach einem herzlichen Empfang geht’s gleich mit einer Führung los und wir dürfen direkt bei der sogenannten Remuage zusehen: Dem Aufrütteln der Hefen bei der Schaumweinherstellung, die hier vom Chef persönlich per Hand durchgeführt wird. Generell wird hier fast alles per Hand gemacht, die große Leidenschaft für Wein und Sekt merkt man Else und Peter Zuschmann-Schöfmann mit jedem Wort an. Nach einem kurzen Abstecher in die Weingärten werden die Sekte, die zum Teil mehr als 30 Monate lagern bevor sie verkauft werden, auch verkostet. Neben großartigen Schaumweinen dürfen wir auch Stillweine wie den Weißburgunder Selektion oder den leichten Grünen Veltliner „Frau Else“ zu herrlichem Schweinsbraten verkosten. Gestärkt geht’s weiter zu Kultur beim Winzer, bevor wir dann abends zum Weingut der Familie Zuschmann-Schöfmann zurückkehren und hier typisch niederösterreichisch beim Wein wohnen

Handwerk: Weingut und Sekterei, © Niederösterreich Werbung/Michael Prügl
Handwerk: Weingut und Sekterei

Ein Abend voller Jazz – direkt in den Rieden

Das Weingut Richard Schober hat zu einer Veranstaltung der besonderen Sorte geladen: Zwischen Martinsdorf und Gaweinstal erwartet uns am Schrickerberg ein Weingarten mit Blick über die von unterschiedlichsten Feldern geprägte Weinviertler Landschaft, selbst die Konturen des Schneebergs kann man in der Ferne erahnen. An diesem pittoresken Ort steht heute eine Bühne mitten in den Rieden. Die rundherum platzierten Tische sind voll besetzt. Bei einsetzendem Sonnenuntergang genießen wir den Abend mit Wein, einer deftigen Jause und großartiger Musik von Rebecca & the Playground – ganz im Stil von Kultur beim Winzer und vielen weiteren bunten Weinherbst-Veranstaltungen

Abendstimmung und Jazz in den Rieden, © Niederösterreich Werbung/Michael Prügl
Abendstimmung und Jazz in den Rieden

Der frühe Vogel ist auf Weinreise

Die Reise geht weiter und wir starten früh: Im sanften Morgenlicht entstehen meist die besten Aufnahmen, daher geht’s für uns noch vor dem Frühstück direkt wieder in den Weingarten. Gestärkt durch ein fantastisches Frühstück aus regionalen Zutaten machen wir uns auf zu unserem nächsten Ziel: Das Weingut Schödl Family in Loidesthal kann man gut und gerne als Gegenentwurf zum traditionellen Weinbau bezeichnen. Die drei Geschwister Mathias, Viktoria und Leonhard haben das Hobbyweingut der Eltern von vorne bis hinten umgekrempelt. Nach dem Sammeln von Erfahrungen außerhalb ihrer Heimat ist seit knapp zehn Jahren wieder das Weinviertel ihr Zuhause. Und seit fünf Jahren wird hier nicht nur konventioneller Weinbau betrieben, sondern auch Naturwein produziert. In allen Bereichen des Weinguts wird nach biodynamischen Grundsätzen gearbeitet, beim Thema Naturwein wird noch weniger eingegriffen. Das bedeutet keine Filtration, kein Schwefel, keine Zusätze. Der Erfolg gibt ihnen recht, das Naturwein-Segment wird immer stärker nachgefragt. 

Mit der Kraft der Natur, © Niederösterreich Werbung/Kady Kirchmayr
Mit der Kraft der Natur

Revolutionär, kontrovers – und doch weltweit höchst anerkannt

Von den „jungen Wilden“ des Weinviertels führt uns der Weg zu einem Mann, der in der Weinwelt schon vor Jahrzehnten für Kontroversen gesorgt hat. Fred Loimer war einer der Ersten, der im Kamptal nach den biodynamischen Lehren Rudolf Steiners Wein produziert hat. Nahezu skandalös war im Jahr 2000 der Bau seines modernen Weinguts auf den 150 Jahre alten Lösskeller in Langenlois. Uns begrüßt der architektonisch außergewöhnliche schwarze Kubus auch heute noch in zeitloser Moderne, er könnte auch gerade erst entworfen worden sein. Wir genießen im Weingut Fred Loimer nach einer Führung durch besagten Keller eine Verkostung der typischen Sorten, für die der Winzer weltweit bekannt ist: Grüner Veltliner und Riesling aus den besten Lagen rund um Langenlois, von Heiligenstein bis Käferberg. Spätestens nach diesem Stopp wird der Platz in unserem Gefährt knapp – man möchte ja auch ein paar Flaschen für zuhause mitnehmen. 

Weingut Fred Loimer, Kamptal, © Niederösterreich Werbung/Michael Prügl
Weingut Fred Loimer, Kamptal

Von der Moderne in die Renaissance

Für Abendessen und Übernachtung sind wir auch schon beim nächsten Highlight angelangt: Auf Gut Oberstockstall in Kirchberg am Wagram, einem erstmals 1150 urkundlich erwähnten Gutshof, der zu Zeiten der Renaissance schlossartig umgestaltet wurde. Ein lauer Sommerabend in einem historischen Gutshof: Viel besser kann das Ambiente für das folgende 6-Gänge-Menü inklusive Weinbegleitung aus dem hauseigenen Weingut Fritz Salomon wohl nicht sein. Das Weingut samt der liebevoll restaurierten Zimmer ist demeter-zertifiziert und auch im Restaurant wird regional & saisonal gekocht. Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen und ist der perfekte Abschluss für unseren Urlaubstag. Und in einem jahrhundertealten Gut übernachten ist auch ein abgehakter Punkt auf unserer Liste von Dingen, die man einmal im Leben machen sollte! 

Köstlicher Ausblick: Gut Oberstockstall, © Niederösterreich Werbung/Michael Prügl
Köstlicher Ausblick: Gut Oberstockstall

Die Jahrhunderte vereint

Zum Abschluss stand noch ein Punkt auf unserer Liste: Die Gänse & das Waldviertler Blondvieh von Gut Oberstockstall besuchen! Spaß beiseite, nach einer morgendlichen Fototour und Stärkung bei – natürlich erneut regionalem & saisonalem – Frühstück mit Zutaten aus der eigenen Produktion ging es weiter zu unserem letzten Stopp, dem Schlosspark Grafenegg. Bekannt für das internationale Festival unter der Leitung des Pianisten Rudolf Buchbinder hat der Park auch an spielfreien Tagen viel zu bieten. Die moderne Freiluftbühne „Wolkenturm“ im direkten Kontrast zum im romantischen Historismus im 19. Jahrhundert erbauten Schloss Grafenegg bietet Fotomotive en masse. Wir waren aber nicht nur zum Fotografieren hier, wir hatten auch noch einen ganz besonderen Programmpunkt: Picknicken mitten im Schlossgarten, but make it fancy! Wir wurden mit einem Picknickkorb, besten Speisen aus dem am Schlossgelände ansässigen Restaurant von Starkoch Toni Mörwald und hauseigenen Mörwald-Weinen ausgestattet. Ein mehr als würdiger Abschluss unserer Wein & Kultur-Reise – im Weinherbst Niederöstereich lässt es sich leben!

Picknick mit Blick auf den Wolkenkratzer in Grafenegg, © Niederösterreich Werbung/Michael Prügl
Picknick mit Blick auf den Wolkenkratzer in Grafenegg

 

Wissenswertes zur Weinreise

Weinbaugebiete Weinviertel, Kamptal, Wagram
Wohnen beim Wein Weingut und Sekterei Zuschmann-SchöfmannGut Oberstockstall
Wein verkosten Weingut Schödl Family, Weingut Fred LoiumerWeingut und Sekterei Zuschmann-Schöfmann, Gut Oberstockstall, vinothegg - Vinothek Grafenegg
Gut essen Gut Oberstockstall, Die Welt von Mörwald
Kultur genießen Kultur beim Winzer, Grafenegg - Kultur trifft Kulisse 

 

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