Ein Achterl, bitte!

Von bekannten Rebsorten und niederösterreichischen Raritäten, Herkunftsbezeichnungen und Sortenvielfalt: eine kleine Weinrevue.

Niederösterreich ist mit 30.000 ha Rebfläche Österreichs größtes Weinbaugebiet. Unter seinem Namen vereint sich ein reichhaltiges Potenzial von Weinherkünften und Weinstilen heimischer Weinraritäten, aber auch internationaler Rebsorten.

Niederösterreichs Rebfläche macht 60 % der gesamten Rebfläche Österreichs aus. Die Verteilung zwischen Weiß- und Rotwein fällt eindeutig zugunsten des Weißweins aus: 75 % weiße Rebsorten und 25 % rote Rebsorten. Die acht in Niederösterreich beheimateten spezifischen Weinbaugebiete lassen sich grob in drei Klimaräume einteilen: Das Weinviertel im Norden, den Donauraum westlich von Wien und das pannonische Niederösterreich im Südosten.

Wie schmeckt ein "echter Niederösterreicher"?

Dass Österreich ausgerechnet mit dem Grünen Veltliner international Furore machen wird, hätte vor fünfzehn Jahren noch kaum jemand zu denken gewagt. Trockene Weine dieser Rebsorte sind aus Weinkarten der heimischen Top-Gastronomie, aber auch in Großbritannien und den USA nicht mehr wegzudenken. Der Grüne Veltliner ist mit 50% der Rebfläche Niederösterreichs Parade-Rebsorte. Der Riesling hingegen zählt zu jenen Rebsorten, mit denen Österreich als Weinland sein Standing im Ausland gefestigt hat, auch wenn die Rebflächse statistisch gesehen gerade einmal ein paar Prozent beträgt. Unter Weinkennern ist nach wie vor der Riesling die Königin aller Weißweine. Im pannonischen Niederösterreich südlich von Wien wachsen einige der herausragendsten Rotweine Österreichs, wobei in Carnuntum der Zweigelt und in der Thermenregion der St. Laurent den Ton angibt. Und überall finden sich Spezialitäten: Zierfandler und Rotgipfler um Gumpoldskirchen oder immer stärker der Pinot Noir.

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