Malerisch und romantisch zeigt sich die Burgruine Falkenstein, © Romeo Felsenreich

Genussvoller Aktivurlaub im Weinviertel

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Weinerlebnis Weinviertel mit Kathi und Romeo auf Wanderschaft in Falkenstein, mit dem Rad durch die Mailberger Kellergasse und mit dem Traktor durch die Weingärten.

Teil 1: Falkenstein & Poysdorf

Eine markante Burgruine, rundherum malerische Weinberge und eine der schönsten Kellergassen Niederösterreichs – willkommen im romantischen Weinort Falkenstein!

Um ehrlich zu sein, können wir selbst nicht so recht glauben, dass es uns bisher noch niemals in den äußersten Norden des Weinviertels verschlagen hat. Gerade einmal eine Stunde von Wien entfernt – und schwupps, wir sind sofort im Urlaubsmodus.

Von Burgruinen und Kellergassen: Postkartenmotive im Weinviertel. , © Romeo Felsenreich
Von Burgruinen und Kellergassen: Postkartenmotive im Weinviertel.

Wir – das sind übrigens Kathi & Romeo vom Reiseblog Sommertage. Früher waren wir am liebsten in der weiten Welt unterwegs, mittlerweile haben wir Österreich als Urlaubsland kennen und lieben gelernt. Und eines können wir schon einmal versprechen: Das Weinviertel ist unbedingt eine Reise wert!

„Kleiner Falkenflug“: Wanderung zu den schönsten Orten in Falkenstein

Wie man einen Aufenthalt in Falkenstein am besten startet? Unser Vorschlag: Mit einer Wanderung durch die Weinberge. Unsere Wahl fiel auf den Rundwanderweg namens „Kleiner Falkenflug“. Dieser Themenweg führt in etwa zwei gemütlichen Stunden zu einigen der schönsten Orte in Falkenstein.

Da wäre natürlich allen voran die imposante Burgruine Falkenstein, die weithin sichtbar auf einem Hügel thront. Sehr eindrucksvoll: Die Ruine stammt tatsächlich aus dem 11. Jahrhundert. Von oben genießt man einen sagenhaften Rundumblick bis nach Tschechien.

Die Weinviertler Landschaft genießen, © Romeo Felsenreich
Die Weinviertler Landschaft genießen

Vorbei an Weinreben, Wiesen und Waldstücken geht es in Falkensteins Kellergasse. Kuriose Sache: Diese trägt den Spitznamen „Oagossn“, also Eiergasse. Einst war die Kellergasse nämlich Teil des historischen Handelswegs und auch Eiermärkte wurden hier abgehalten – daher der ungewöhnliche Name.

Wir kennen ja leider nicht alle der 1.100 Kellergassen Niederösterreichs, sind uns aber ziemlich sicher, dass jene in Falkenstein eine der schönsten ist. 65 Presshäuser – eines malerischer als das andere – sind hier zu finden.

Eines unserer Lieblingsplatzerln des Rundwanderwegs folgt sogleich: das Weingartenlabyrinth. Wie der Name schon verrät, wagt man sich hier in ein Labyrinth aus Weinreben. Wenn man so wie wir kurz vor der Weinlese vor Ort ist, hat das einen signifikanten Vorteil: Man kann im Vorbeigehen an den süßen Trauben naschen. Hier gefällt’s uns! Und so ganz nebenbei genießt man vom Rastplatz vor dem Labyrinth einen der schönsten Panoramablicke über Falkenstein.

Unser Tipp: Die nahegelegene Genusswirtschaft sieben:schläfer bietet auf Vorbestellung hervorragende Picknickkörbe an. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es sich fast nirgendwo in Falkenstein besser speist als auf dem Bankerl vor dem Weingartenlabyrinth. Oder, um es mit einem Wort zusammenzufassen: Postkartenmotiv!

Genussvoll-gelassen jausnen , © Romeo Felsenreich
Genussvoll-gelassen jausnen

Traktorfahrt durch Poysdorf

Auf einem historischen Traktoranhänger gemütlich durch die Weinberge tuckern und dazwischen den Geschichten der Stadtführerin lauschen – na, wie klingt das? Wir präsentieren: die wohl authentischste und gleichzeitig ungewöhnlichste Stadtführung weit und breit.

Wir starten direkt im historischen Ortskern des Weinstädtchens Poysdorf, genauer gesagt im Vino Versum. Es ist Wein-Erlebnismuseum und Vinothek und sozusagen das vinophile Zentrum der Region.

Im Schneckentempo – sprich langsam genug, um die Gegend in aller Ruhe vorbeiziehen zu sehen – geht es zunächst durch einige der schönsten Kellergassen Poysdorfs. Unsere unangefochtene Nummer eins ist die Kellergasse Radyweg. Die schneeweißen, von Robinien bewachsenen Presshäuschen reihen sich hier so pittoresk aneinander, dass wir unseren Traktorfahrer sogar bitten aussteigen zu dürfen, um die Kellergasse in ihrer vollen Pracht ablichten zu können.

Der knallrote, brummende Steyr-Oldtimer bahnt sich nun seinen Weg immer weiter in die Höhe, ehe wir mitten in den Weinbergen oberhalb von Poysdorf landen. Was für eine geniale Fernsicht in alle Richtungen!

Einzigartige Besonderheiten entdecken , © Romeo Felsenreich
Einzigartige Besonderheiten entdecken

Der einzige Wermutstropfen: Die knapp 90 Minuten Fahrt vergehen viel zu rasch, sodass wir schneller als gedacht unseren Ausgangspunkt wieder erreichen. Zum Abschluss gibt’s noch eine Weinkostprobe in der Vinothek. Unser Fazit: Geniale Idee, geniale Kulisse – jederzeit gerne wieder!

Bis bald, liebes Weinviertel!

Apropos „gerne wieder“ – wir kommen tatsächlich gerne wieder. Und zwar schon im September, wenn wir die Gegend rund um Mailberg erkunden. Das Weinviertel mitten im goldenen Weinherbst, wenn das mal nicht verlockend klingt!

Fortsetzung folgt ...

 

Wissenswertes zur Weinreise

Weinbaugebiet Weinstraße Weinviertel Veltlinerland
Wohnen beim Wein Weingut Stadler
Gut essen Gmoakeller (Falkenstein), Picknick im Weinviertel, Restaurant Neustifter (Poysdorf)
Aktiv im Weinherbst Wanderweg „Kleiner Falkenflug", Traktorfahrt (Poysdorf)

 

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