Skitourengehen in Niederösterreich

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Niederösterreich begeistert Skibergsteiger mit einer Variantenvielfalt für Einsteiger und Profis.

Wir haben für Skibergsteiger und alle, die es noch werden wollen, die Top-Spots der niederösterreichischen Tourenberge zusammengefasst. Damit auch die Sicherheit nicht auf der Strecke bleibt, empfehlen wir geführte Touren zu buchen.

Mit dem Steigfell unterm Tourenski geht es die herrlichen Hänge von Muckenkogel, Schneeberg und Co. hinauf. Erschöpft aber glücklich, der Blick vom Gipfel hinunter ins Tal. Und dann – befreiend und alle Strapazen wert: die Abfahrt auf unverspurten Hängen und durch davonstaubenden Pulverschnee!

Richtige Vorbereitung und Ausrüstung

Die richtige Vorbereitung und Ausrüstung ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für erlebnisreiche und vor allem schöne Skitouren. Jede Skitour sollte gut geplant werden und der tägliche Lawinenlagebericht sowie die Wetterprognose beachtet werden. Ohne eingeschaltetem Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Lawinenschaufel und -sonde sollte der gesicherte Skiraum nie verlassen werden. Ein Lawinenairbagrucksack ergänzt die Schutzausrüstung. Verbandspäckchen, Biwaksack und Handy runden die Ausrüstungsliste ab. Im Notfall: Alpinnotruf 140 wählen. Auch auf einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur sollte bei allen Unternehmungen im Freien geachtet werden.

Wir bitten Sie daher immer auf eine sorgfältige Tourenplanung und die Mitnahme der Sicherheitsausrüstung zu achten bzw. im Zweifel von der Skitour abzusehen!

Kurse für Einsteiger und geführte Touren mit dem Bergführer

Niederösterreichs höchster Berg ist nicht nur im Sommer einer der beliebtesten Ausflugsziele in den Wiener Alpen, sondern auch in den kalten Wintermonaten, wenn der mit Schnee bedeckte Berg seinem Namen wortwörtlich gerecht wird. Das Abenteuer Schneeberg (2.076 m) wird dann zu einem unvergesslichen Erlebnis, wenn sportliche Tourengeher nach dem Anstieg die Skier anschnallen und durch Pulverschnee ins Tal wedeln. Verschiedene Varianten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen von Steilabfahrten bis hin zu Genusstouren stehen Skibergsteigern zur Auswahl. Besonders Ausdauernde ziehen ihre Spuren gerne am Weg zum Wurzengraben (2.038 m). Da man sich am Schneeberg in alpinem Gelände bewegt, sollte der erste Weg aber immer erst zur Ski- und Bergsteigerschule von Peter Groß in Puchberg führen, bei dem professionelle Skiguides gebucht werden können. Neben geführten Skitouren bietet die Schule unter anderem auch Einsteigerkurse für Interessierte, Freeride-Abenteuer und Eiskletterkurse an.

Skitouren abseits der großen Pfade

Der Tirolerkogel (1.377 m) in Annaberg ist einer der beliebtesten Tourenberge im Mostviertel, nicht zuletzt deshalb, weil die Schutzhütte am Gipfel, das Annaberger Haus, auch im Winter bewirtschaftet wird. Lohn für den 1,5-stündigen Aufstieg sind traumhafte Ausblicke, die bei schönem Wetter bis zum Hochschwab und ins Gesäuse reichen. In Göstling an der Ybbs hingegen steigt man entweder von Steinbach aus auf den Dürrenstein (1.878 m) oder vom Hochmoor Leckermoos auf den Ringkogel (1.688 m). Einer unserer Lieblings-Skitourenberge im Mostviertel ist der Göller (1.766 m) in St. Aegyd, da die atemberaubenden Ausblicke auf die umliegenden Gipfel einfach unvergesslich bleiben. Eine ebenfalls populäre Tour führt auf den Muckenkogel (1.248 m) in Lilienfeld, die sich gut mit einer Einkehr in die Lilienfelder Hütte kombinieren lässt. Wer alpin unerfahren ist, sollte sich von einem Berg- oder Skiführer, zum Beispiel eines alpinen Vereins, begleiten lassen.

Respekt vor Natur und Tierwelt

Gesunde Wälder und intakte Ökosysteme sind für Mensch, Tier und Pflanzen unersetzliche Lebens- und Erholungsräume. Sie tragen wesentlich zu unserer Lebensqualität bei. Ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur und der Tierwelt ist daher besonders wichtig. Aus diesem Grund wurden von den Österreichischen Bundesforsten, dem Österreichischen Alpenverein und der Österreich Werbung die folgenden Regeln erarbeitet, die es beim Skitourengehen zum Schutz von Natur und Tierwelt zu beachten gilt.

  • Wildtiere fahren ihren Energiehaushalt im Winter herunter, schalten auf Sparflamme und brauchen Ruheräume, wo sie sich zurückziehen können. Geben wir ihnen diese Ruhe, indem wir auf markierten Wegen und Routen bleiben und vermeiden wir Lärm, um die Tiere nicht unnötig aufzuschrecken.
  • Schutzwälder, die uns vor Lawinen, Schneemassen, Muren und anderen Naturgefahren schützen, sollten geschont und nicht befahren werden.
  • Aufforstungs- und Jungwuchsflächen sind besonders sensibel und brauchen Schutz. Gerade kleine Pflanzen werden unter der Schneedecke oft leicht übersehen. Scharfe Skikanten können den Jungwald beschädigen und Jungpflanzen verletzen.

Sichere Skitourenplanung: Tipps des Alpindienstes der LPD NÖ Sicher am Berg: Folder "Skitouren" vom Alpenverein Österreich