Wissen über WAS?ser

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Erfrischend lebendig: Wir haben einige wissenswerte Fakten über unser geliebtes H2O zusammengetragen.

Regenwurmparty: Es wird Regenschein und Sonne sein, die Frücht´, die werden immer fein

Die saftigen Wachauer Marillen, die wunderschönen Mohnblumen im Waldviertel und selbstverständlich unsere kostbaren Weintrauben gediehen 2020 in einem feucht-warmen Klima, das besondere Selektion in den Gärten und auf den Feldern bedeutete. 2021 startete zwar mit einem kühlen, regenreichen Frühling, doch die heiße Sommersonne lässt die köstlichen Früchte auf magische Weise perfekt für ihre Bestimmung reifen: vollreifer, saftiger Genuss in jeder Form. Perfekt als Zutat für die berühmten Waldviertler Mohnzelten, zur herzhaften Marillenmarmelade in einer Palatschinke und zum Spitzenwein aus der Lieblingsrebsorte. Gottseidank jährlich und immer ein bisserl anders!

Unverwässert: Wasser in Whisky und Bier – rat ich dir?

Na bravo! Der „autochtone“ Whisky (Anm.: da in Niederösterreich destilliert und in heimischen Hölzern gereift) wird plötzlich nicht nur durch die Eiswürfel im Glas verwässert? Und gibt es neuerdings etwa Wasser mit Biergeschmack? Ruhig Blut, denn die Basis aller Bierbrauer und Whiskybrenner ist nahezu unberührtes, samtweiches Quellwasser aus heimischen Tiefen. Jeder Schluck ist einzigartig gut mit einem unverkennbar regionalen Geschmacksmoment verbunden, der sich mit süffiger Beliebtheit fix einbrennt!  

Aquadynamisch: Ohne Kiemen im Wasser atmen

Atmen an sich soll ja nachhaltig gesund sein … Als besonders wohltuendes Erlebnis erfahren Bronchien, Zellen und der Geist zur Entspannung ein warmes Sole- Schwefel oder Schlammbad, die in Kombination mit kleinen, als Wasserdampf schwebenden Miniteilchen (Anm.: Aerosole) unseren Atem in die Tiefe begleiten und dem Körper Gutes tun. Für Bademuffel bietet sich auch der Aufenthalt neben einem Wasserfall oder ein gemütlicher Spaziergang durch den Wald nach einem Sommerregen an. (Anm.: „Petrichor“ bedeutet übersetzt in etwa „Stein und Flüssigkeit“ und beschreibt den Geruch, den wir nach einem kräftigen Sommerguss wahrnehmen können.)

Stromaufwärts: Die Lainsitz wandert nach Norden aus

„Nur träge Flüsse schwimmen mit dem Strom“, dachte sich wohl die naturbelassene Lainsitz und mündet sozusagen flussaufwärts betrachtet nicht in die Donau – kann ja jeder – sondern in die Moldau – die sich wiederum auf die Elbe einlässt und damit in die Nordsee fließt. Gewagte Reise für einen vorerst kleinen Waldviertler Fluss, an dessen Ufern ein wunderschöner grenzüberschreitender 230 Kilometer langer Weitwanderweg durch sattes Grün und historische Dörfer bis nach Tschechien führt. (Anm.: Vielleicht ein paar Tage mehr einplanen, um z. B. handgeschöpftes Büttenpapier selbst herzustellen oder sich mit der Kunst des Glasblasens vertraut zu machen.)

Elektrisierend: Wasser und Strom in Kombination

Dass der laufende Fön nicht in die volle Badewanne sausen soll, ist wohl bekannt und erzeugt auch eher einen „Kurzen“ statt Energie. Diese Umwandlung gelingt den vier großen und 650 kleinen niederösterreichischen Wasserkraftwerken viel besser. Dank der Kraft der Donau, wie auch dem Oberlauf des Kamps (Anm.: einer davon ist der Ottensteiner Stausee), stellen diese gemeinsam mehr als die Hälfte des gesamten erneuerbaren niederösterreichischen Stromverbrauchs aller Haushalte und Industrieeinrichtungen bereit. Damit uns auch morgen noch ein Licht angeht!

Überliefert: Die Römer als Wellness-Vorreiter

Ob unsere Lust an gutem Essen und Trinken, dem Bedarf, das traute Heim mit Pfauenfedern zu schmücken (Anm.: diese wurden in lukullischen Gelagen für das „Wiedersehen“ üppiger Festmahle im Vomitorium benutzt) und Abwasserkanäle zu benutzen, tatsächlich aus dieser Epoche stammt, sei den Überlieferungen überlassen. Wir wissen auch, dass die weltweit einzige funktionsfähige thermae als rekonstruierter Entspannungsort der Antike (Anm.: mit Standort Carnuntum) die Römer zu Trendsettern macht. Die schwitzten wohl gerne, die Römer!