Wienerwald: Wo Stille, da auch ein Weg

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Thermen, Schlossparks, (Wein-)Wanderungen und Beethoven: Ausflüge in den Wienerwald rentieren sich doppelt und dreifach.

Schlosspark Laxenburg

Nur eine halbe Stunde ist der Schlosspark Laxenburg mit der Buslinie 200 vom Wiener Hauptbahnhof entfernt. Von der Haltestelle Laxenburg Franz-Joseph-Platz sind es dann wenige Gehminuten bis zum größten Landschaftsgarten Österreichs. Hier genießt man auf den Spuren der Habsburger nicht nur einen Spaziergang durch königliches Grün, sondern hat auch die Möglichkeit, auf dem Schlossteich eine Runde zu drehen. Vom Ufer erblickt man die majestätische Krönung des Schlossparks: Das „kleine Schatzhaus Österreichs“ – die Franzensburg.

Stille genießen – Stift Heiligenkreuz und Karmel Mayerling

Wenn man dem Lärm der Stadt entkommen möchte, befindet sich im Herzen des Wienerwaldes ein Rückzugsort der besonderen Art: das Stift Heiligenkreuz. Eine Symphonie aus Kunst, Kultur und Mystik machen das dazugehörige Zisterzienserkloster darüber hinaus zu einem der beliebtesten Ausflugsziele nahe bei Wien. Knapp unter einer Stunde dauert die Anreise vom Wiener Hauptbahnhof: Mit der S-Bahn fährt man nach Mödling und von dort geht es weiter mit dem Regionalbus 365 Richtung Alland Reha-Zentrum bis zur Haltestelle Heiligenkreuz Stift/Badner Tor. Doch nicht nur das Stift ist eine Reise wert – einen drei Kilometer kurzen Fußmarsch entfernt befindet sich nämlich das pittoresk eingebettet das Karmel Mayerling – Schauplatz einer Tragödie, die in die Geschichte einging.

Wo Himmel und Erde sich begegnen – Stift Klosterneuburg

Im gesamten deutschen Sprachraum gibt es keinen zweiten Ort, an dem geistliches und weltliches Leben so sehr zur Einheit verwachsen sind, wie im Stift Klosterneuburg. Wer eintauchen will, wo Himmel und Erde sich begegnen, trifft auf 900 Jahre Geschichte. Besuchen kann man das Stift Klosterneuburg im Rahmen spannender Führungen, innerhalb einer Gruppe oder aber auch in manchen Bereichen selbstständig mit Hilfe von Audioguides. Der Besuch dabei beginnt in der Sala terrena, dem unvollendeten Gartensaal mit mächtigen Atlanten von Lorenzo Mattielli. Auf den verschiedenen Thementouren, erschließt sich das Stift dann in all seinen faszinierenden Facetten.

Das Stift Klosterneuburg ist vom Wiener Franz Josefs Bahnhof in 15 Minuten mit dem Regionalzug (Bahnhof Kierling) oder in 20 Minuten mit dem Bus von Wien/Heiligenstadt (Haltestelle Klosterneuburg/Klostergarten) zu erreichen.

Mit allen Wassern gewaschen – Baden bei Wien

Mit der Schnellbahn außerhalb von Wien in nur einer Stunde Kultur und Wellness gleichermaßen erleben? Mit der S3 ist das möglich – die fährt nämlich ab dem Hauptbahnhof Richtung Wiener Neustadt nach Baden. Wer es lieber gemächlicher angehen will, kann natürlich auch ab Wien Oper mit der Badener Bahn lostuckern – das dauert zwar länger, die Fahrt hat aber besonders für Nostalgiker mehr zu bieten. In Baden angekommen, empfiehlt sich eine Stadtführung und der Besuch des Badner Rosariums. Den entspannten Abschluss bildet dann die ortsansässige Therme – hier haben sich schon Römer im warmen, heilenden Wasser gesuhlt. Mit der Niederösterreich-Card ist ein einmaliger Tageseintritt vom 1. bis 25. Oktober sogar gratis.

In Mineralwasser baden – Thermalbad Vöslau

Nicht weit von Wien entfernt liegt auch das Thermalbad Vöslau. Mitten in einem 45.000 m² großen Park zwischen wilden Felslandschaften lässt es sich hier ganz gut aushalten. Egal, ob sportliche Ertüchtigungen wie Tennis, Tischtennis, Beachvolleyball und noch vieles mehr oder ganz einfaches Relaxen im (Mineral-)Wasser – hier ist garantiert für alle etwas dabei. Ein einmaliger Eintritt mit der Niederösterreich-Card ist gratis.

Weinkultur hautnah – Gumpoldskirchen

Guten Gewissens zwei oder drei Gläschen mehr in einem der schönsten Weinorte Österreichs genießen: Nur 45 Minuten fährt die S3 vom Wiener Hauptbahnhof nach Gumpoldskirchen. Durch seine geschützte Lage am Fuße des Anningers ist der traditionsreiche Weinbauort klimatisch sehr begünstigt – kein Wunder, dass der Wein hier in all seinen Facetten im Mittelpunkt steht. Weinbaumuseum und geführte Riedenwanderungen inklusive.

Raus ins Grüne – Auf Beethovens Spuren wandern

Drei Sommer seines Lebens verbrachte Ludwig van Beethoven in und um Mödling, wo er an zentralen Werken, wie beispielsweise der „Missa Solemnis“ feilte. Auf einem etwas längeren Wanderweg bietet sich die Gelegenheit, seine Natur-Quellen der Inspiration nachzuvollziehen: Vom Wiener Hauptbahnhof geht es mit dem Zug nach Mödling und von hier mit dem Regionalbus 365 oder 364 zur Haltestelle Vorderbrühl Husarentempelgasse. Nun beginnt das ca. viereinhalbstündige, gut 400 Höhenmeter beinhaltende Abenteuer, das teilweise auch über unmarkierte Wege führt. Der herausragende Ausblick unterwegs und am Ende der Wanderung entschädigt aber für jedwede Anstrengung. Zurück geht es dann ganz einfach in 30 Minuten mit der Schnellbahn oder Regionalzügen von Baden.

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