Wiener Alpen: Mit den Öffis von Wien bis hinauf auf den Schneeberg

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Tiefenentspannung, sportliche Ertüchtigung und kulinarische Highlights: Drei Tage in der Region rund um den Schneeberg.

Insgesamt eine Stunde und 26 Minuten dauert die Fahrt vom Wiener Hauptbahnhof zum Bahnhof von Puchberg am Schneeberg, inklusive kurzem Umstieg in Wiener Neustadt. Von ebendort geht es mit der Regionalbahn entschleunigend und von pittoresken Landschaften begleitet zur Zieldestination – ein stressfreier und umweltschonender Einstieg in den Kurzurlaub, der den Alltag schnell vergessen lässt. Kurz vor der angepeilten Destination Puchberg schiebt sich dann auch schon der mit 2.075 Metern höchste Berg Niederösterreichs, der Schneeberg, beeindruckend in die Optik. Doch bevor der Weg mit der geschichtsträchtigen Salamander-Zahnradbahn Richtung Bergbahnhof Schneeberg in Angriff genommen wird, wartet das stilvoll in die Landschaft konstruierte Vier-Sterne-Hotel-Superior Schneeberghof. Nur fünf Gehminuten vom Bahnhof Puchberg entfernt, lässt das Hotel mit seinem umfangreichen Wellness-Angebot und familiären Ambiente wahrliche keine Wünsche offen.

Am Zahnrad fahren

Bereits Kaiser Franz Joseph I. – mit fast 68 Jahren Regentschaft übrigens Spitzenreiter seiner Dynastie – war Passagier der 1897 erbauten Schneebergbahn. Während damals noch eine Dampflok die Zahnradbahn 9,8 Kilometer nach oben zog, schlängelt sich mittlerweile der Salamander, ein moderner Triebwagenzug, 40 Minuten dem Schneeberg empor. Doch bevor die Bahn den höchsten Bergbahnhof Österreichs auf 1.800 Metern Seehöhe erreicht, sollte unbedingt ein Zwischenstopp an der Haltestelle Baumgartner eingelegt werden. Vom 27. April bis zum 27. Oktober bereiten hier nämlich besonders brillante Buchteln mit Powidl- oder Marillenmarmelade galaktische Gaumenfreuden. Quasi direkt vom Buchtelgenuss geht es dann mit dem Salamander weiter zum Bergbahnhof Schneeberg – spätestens hier hat man Lärm und Stress dank des weitschweifenden Panoramablicks bis in die ungarische Tiefebene endgültig hinter sich gelassen. In unmittelbarer Nähe besucht werden sollten auch das Berghaus Schneeberg der Theaterarchitekten Helmer & Fellner samt Ausstellung „Der Schneeberg um 1900“ sowie das Elisabethkircherl inklusive Blickplatz – die Kirche wurde einst zu Ehren der 1889 ermordeten Kaiserin Elisabeth errichtet. Sollten die Buchteln mittlerweile verdaut sein, warten im Gasthaus Schneeberg weitere kulinarische Highlights wie Tafelspitz mit Alpensauerampfer gefolgt von Schneebergkrapfen. Nach so vielen deliziösen Gerichten, sei der 90 Minuten dauernde Rundwanderweg „Paradies der Blicke“ ans Herz gelegt – er eignet sich nicht nur perfekt als Verdauungsspaziergang, sondern liefert auch atemberaubende Aussichten, wie am Namen unschwer zu erkennen ist.

Nach diesem ereignisreichen Tag geht es mit der Zahnradbahn retour ins Tal. Mit der Niederösterreich-Card ist diese einmalige Fahrt übrigens gratis. Und weil man nicht gerne hungrig ins Bett geht, stattet man am besten dem Traditionsgasthof Schwarzer Adler der Familie Gneist im Zentrum von Puchberg am Schneeberg einen Besuch ab – hier landen regionale Köstlichkeiten und saisonale Fruchtsäfte oder Marmeladen auf dem Tisch.

Puchis Welt erobern

Der zweite Tag hat für alle Bedürfnisse einiges in petto. Vom Bahnhof Puchberg nimmt man den Regionalbus 1720 Richtung Losenheim Sesselbahn. Entscheidet man sich dafür, in das Familien-, Freizeit- und Naturparadies Puchis Welt einzutauchen, steigt man am besten bei der Haltestelle Losenheim Gh. Forellenhof aus. Besonders im Winter bieten sich hier rund um den Schlepplift auf der Wunderwiese hervorragende Möglichkeiten für Familien und Anfänger, schmerzfrei Dellen in den Schnee zu stürzen. Anspruchsvoller präparierte Pisten erreicht man, wenn die Bushaltestelle Sesselbahn auserkoren wird und sich auf die Schneeberg Sesselbahn schwingt.

Im Sommer kommen Bergfexe hier ebenfalls auf ihre Kosten. Besagter Vierersessellift schwebt nämlich direkt zum Fadensattel – Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen auf und rund um den Schneeberg. Natürlich inklusive erholsamer Einkehrmöglichkeiten, wie dem Almreserlhaus mit wunderschöner Aussichtsterrasse. Auch Tourengeher finden hier im Winter viele Möglichkeiten, die unberührte Natur zu erkunden. Die Zeit sollte dabei keines Falls aus den Augen verloren werden, der letzte Regionalbus zurück nach Puchberg am Schneeberg fährt schließlich um 17:15.

Nach zwei aussichtsreichen und mitunter sportlichen Tagen kann man es zum Abschluss ruhig gemütlicher angehen. Hiefür eignet sich eine Erkundung von Puchberg hervorragend. Die 2.706 Seelen zählende (Stand 01.01.2019) Marktgemeinde verfügt beispielsweise über ein sehr interessantes Museum zur Geschichte des Ortes sowie des Schneebergs oder eine Burgruine, derer Inneneinrichtung gegen Voranmeldung erkundet werden kann. Zum Abschluss kann darüber hinaus eine Bootsfahrt über den See des Kurparks unternommen werden, bevor es mit dem Zug tiefenentspannt wieder zurück nach Hause geht.

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