Künstler und Kosmopolit

Von Pöchlarn in die Welt hinaus: Oskar Kokoschka hat als expressionistischer Maler und Dichter in vielen Ländern gewirkt.

Maler, Grafiker, Dramatiker und Essayist: Oskar Kokoschka zählt zu den vielseitigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Zu Weltruhm gelangte er durch seine expressionistischen Arbeiten, als Weltenbummler verbrachte er viele Jahre seines Lebens im Ausland.

Oskar Kokoschka wird am 1. März 1886 in Pöchlarn an der Donau geboren. Er studiert in Wien an der Kunstgewerbeschule und feiert hier auch seine ersten Erfolge als Maler. Nach Ende des Ersten Weltkriegs ist sein Leben von langjährigen Auslandsaufenthalten und vielen Reisen geprägt. Nicht immer freiwillig: Den Nationalsozialisten galt Kokoschka als „Entartetster unter den Entarteten“, der Künstler musste vor ihnen von Wien nach Prag und später nach London fliehen. 1953 lässt er sich am Genfer See nieder, wo er auch 1980 stirbt.
 

Ein Mann des Bilds und des Worts


Kokoschka gilt als einer der bedeutendsten Wegbereiter des Expressionismus und zwar sowohl in der Malerei als auch in der Literatur. Sein malerisches Œuvre wird von Porträts sowie Landschafts- und Städtebilder geprägt. In seinen Dramen setzt er auf starke Effekte und eine pathetische Sprache und verzichtet auf eine zusammenhängende Handlung.
 

Oskar Kokoschka in Pöchlarn


Kokoschkas Geburtshaus in Pöchlarn an der Ybbs dient seit 1973 als Dokumentationszentrum und Galerie. In den Sommermonaten finden hier jährlich wechselnde Ausstellungen mit Bezug zum Künstler und seinen Schülern statt.