Eine kurze Geschichte Niederösterreichs

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Wie Österreich in Niederösterreich heranwuchs: Eine Reise zu den wichtigsten historischen Stätten.

Eines der ersten und wichtigsten Siedlungsgebiete der Urzeit, Verwaltungszentrum der Römer, die historische Wiege Österreichs sowie zweimal Hauptstadt des Landes: An welchen Orten in Niederösterreich Geschichte geschrieben wurde, und wo sich diese am besten nacherleben lässt.

Mitten in Europa und doch immer wieder Grenzgebiet: Die besondere Lage Niederösterreichs zog schon immer Menschen und Mächte an, die für eine bewegte Geschichte sorgten – und zwar bereits seit der Altsteinzeit.

Die Siedlungsgebiet der Urzeit

So gehören die in der Gudenushöhle im Kremstal gefundenen Reste eines vor 70.000 Jahren anlegten Lagerplatzes der Neandertaler zu den ältesten Spuren der Menschheit in Österreich. Und die in der Wachau gefundene, knapp 30.000 Jahre alte Venus von Willendorf zählt zu den weltweit bekanntesten Funden aus der Altsteinzeit. Zahlreiche Funde aus der Jungsteinzeit über die Bronzezeit bis zur Eisenzeit belegen, dass Niederösterreich über Jahrtausende ein bedeutender Siedlungsplatz war – einen sehr guten Überblick findet man im Urgeschichtemuseum MAMUZ in Asparn an der Zaya.

Provinz Noricum und die Grenze des Römischen Reichs

Niederösterreich als Siedlungsgebiet und Grenze nutzten ab ca. 100 v.Chr. auch die Römer. Der Donaulimes mit seinen zahlreichen Wehranlagen, am besten zu besichtigen im Römermuseum in Tulln und im Römermuseum Mautern, bildete gut 400 Jahre die Nordgrenze des Römischen Reichs. Und mit Carnuntum lag in Niederösterreich nicht nur die größte römische Stadt, sondern auch das Verwaltungszentrum der Provinz Oberpannonien. Heute ist das Areal der ehemaligen Metropole als Römerstadt Carnuntum sowhl Museum als auch die bedeutendste und am umfangreichsten erforschte antike Ausgrabungsstelle in Österreich.

Der Beginn Niederösterreichs: Ostarrîchi in Neuhofen

Die eigentliche Geschichte des Kernlandes des heutigen Österreichs begann im Jahr 976, als der römisch-deutsche Kaiser Otto II. den Grafen Leopold I. aus dem Geschlecht der Babenberger mit der Ostmark (damals das Gebiet zwischen der Enns und dem Tullnerfeld) belehnte. 996 wurde in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III., in der dieser dem Bischof von Freising einen Hof und reichlich Land in dem Ort Niuuanhova überließ, erstmals der volkstümliche Name der Ostmark erwähnt:Ostarrîchi. Daraus entwickelte sich später die Schreibweise Österreich. Aus Niuuanhova wurde Neuhofen, und hier, an der sogenannten Wiege Österreichs, erzählt das Museum Ostarrichi auf interaktive Weise die über 1000-jährige Geschichte des Landes.