Keyvisual Achtsamkeit, © Waldviertel Tourismus/weinfranz.at

Waldbaden

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Bewusst Zeit im Wald zu verbringen hat eine meditative Wirkung. Mit seinen 767.000 ha Wald ist Niederösterreich wie gemacht dafür.

Den würzigen Duft des Dickichts inhalieren, während zarte Sonnenstrahlen die Seele streicheln, die Vögel ein Konzert singen und die Lunge frische, klare Luft einsaugt. Das japanische „Shinrin-yoku“, zu Deutsch „Baden in der Waldluft“, setzt genau auf diese Erfahrungen. Was nach einem Spaziergang im Waldviertel oder Wienerwald klingt, ist ein fernöstlicher Entschleunigungstrend, der gerade in Europa ankommt. Dabei taucht man – unterstützt von Achtsamkeitsübungen – bewusst und tief in die Atmosphäre des Waldes ein, schärft seine Sinne und lindert den Stress. Man versinkt im Moment und spürt die positiven Effekte auf die Psyche. Aber auch Nerven- und Immunsystem profitieren davon.

In Japan hat sich das Waldbaden seit den 1980ern als ernstzunehmendes Forschungsfeld und Teil der Gesundheitsvorsorge etabliert. Dabei darf das Waldbaden aber nicht mit einer Waldtherapie verwechselt werden, bei der Wetter und Klima zu präventiven, therapeutischen und rehabilitativen Zwecken eingesetzt werden. Beim Waldbaden hingegen gehen reizüberflutete Multitasker in den Wald. Die erholsamen Spaziergänge werden oft mit Yoga oder Qi Gong kombiniert, um den Wald noch intensiver zu spüren und den Stress gleich dort zu lassen.

Waldviertler Tauchgänge

Achtsamkeit lässt sich wie ein Muskel trainieren. Das Waldviertel mit seinen zahlreichen Kraftplätzen ist das perfekte Fitnessstudio dazu. Tolle Erfahrungen sammelt man bei Shinrin Yoga mit Michaela Gierer, das auf ein Wechselspiel aus Aktiv-Meditation und Yoga-Elementen setzt. Dabei werden die heilsamen Erkenntnisse des Waldbadens mit der indischen Tradition von Atem-, Sinnes- und Bewusstseinsentfaltung kombiniert. Der Kurs findet unweit des Naturparks Heidenreichsteiner Moor statt – zum Übernachten bietet sich die von Vielfalt geprägte Nordwaldfarm an. Achtsam in und durch den Wald führt auch Michaela Auer an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Schwerpunkten wie Shinrin Yoga, dem Inhalieren des Waldes oder beim Entspannen frühmorgens oder in der Abendstimmung.

Wienerwälder Badezeit

Im wunderschönen Wienerwald – genauer gesagt im Schlosspark Mauerbach – wird Yoga mit meditativen Waldspaziergängen und feinster regionaler Kulinarik kombiniert. Die beiden Packages „Ruhe des Waldes“ und „Kraft des Waldes“ werden bei Küchenchef Christian Wallner auch in seinen Gerichten erlebbar. Dabei setzt er auf beste Produkte mit längst vergessenen Geschmacksnuancen, gepaart mit einem respektvollen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Beim samstäglichen „Wiener Wald Baden“ wird man dann in die hohe Kunst der grünen Regeneration eingeführt. Zusätzlich gibt es Tipps für Spazier- und Wanderwege sowie eine kleine Anleitung für das Waldbaden daheim. Aber erst mal geht’s in das großzügige hoteleigene Spa, um Körper und Geist noch ein paar weitere Ruhestunden zu gönnen.

Mostviertler Waldregeneration und ein Bad in den Wiener Alpen

Auch das Mostviertel frönt dem Waldbaden: Im Naturpark Eisenwurzen führt Waldbadetrainerin Bettina Hinterramskogler in die hohe Kunst des wäldlichen Entspannens ein. Während einer Führung durch den Park zeigt sie, wie man bewusst in den Wald eintaucht und sich fallen lässt. Ideal zum Übernachten und selbst Praktizieren ist das idyllische Ferienhäuschen Nina im Almstil mit großem Garten. In den Wiener Alpen taucht man in der Waldbaderei ganz tief in die Materie ein. Kerstin Geyer ist Expertin im Waldbaden – und teilt ihr Wissen in verschiedensten Seminaren.

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