Die Franzensburg

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Die Franzensburg wurde zwischen 1801 und 1836 im Stil einer alten Burg in Schlosspark von Laxenburg im Wienerwald errichtet.

Der Name „Franzensburg“ rührt vom damaligen Kaiser Franz I. her, der sie als Museum auf einer künstlichen Insel im Parkteich errichten ließ.

Mit den mittelalterlichen Türmen, Toren, Bastionen, Pechnasen, Dachreitern, Wetterfahnen und dem Glockenspiel gilt die Franzensburg als Wegbereiter des Historismus. 1806 wurde über den Teich eine Fähre eingerichtet; auch heute noch bringen Boote die Besucher vom Festland zur Insel, die außerdem über eine Steinbrücke erreichbar ist. Der Habsburgersaal der Franzensburg wurde als Ahnen- und Ehrenhalle des Geschlechtes geschaffen. Hier findet sich ein Teil einer insgesamt 31 Statuen umfassenden, von den Brüdern Peter und Paul Strudel geschaffenen, Statuenreihe ruhmreicher Vertreter des Hauses Habsburg. Im Lothringersaal zeigen 20 lebensgroße Porträts von berühmten Malern wie Georg Waldmüller und Friedrich von Amerling berühmte Mitglieder des Hauses Habsburg-Lothringen.

Eine weitere Besonderheit der Franzensburg sind jene Räume, in denen Spolien, also Bauteile aus früheren Epochen, Verwendung finden. Es handelt sich dabei z.B. um Architekturelemente, wie etwa die im Trunksaal und in der Kapelle eingelassenen Marmorsäulen aus der Capella Speciosa in Klosterneuburg oder auch um Holzdecken, Portale und Wandverkleidungen, die in Schlössern und Klöstern der Habsburger aus intakten Interieurs ausgebaut und in der Franzensburg wieder eingebaut worden sind. Die Franzensburg ist außerdem berühmt für ihre Glasfenster: Ein Großteil wurde über fünf Jahrzehnte hinweg ebenfalls aus ganz Österreich zusammengetragen und restauriert. Von der Plattform des Turmes bietet sich ein Ausblick bis nach Wien hinein, auf den Wienerwald und den Schneeberg bis hin zum Leitha- und Rosaliengebirge – und natürlich in den rund 250 ha großen Schlosspark, der im späten 18. Jahrhundert im Stil englischer Landschaftsgärten gestaltet wurde. Darin befinden sich Wälder, Wiesen, mehrere Kanäle, ein Turnierplatz, der Concordiatempel und weitere Bauwerke wie die „Rittersäule“, eine Marmorbüste des Kaisers und das Lusthaus. Am Schlossteich gibt es im Sommer einen Verleih von Ruder- und Elektrobooten.