Schloss Pöggstall

Museum, Schloss

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  • Niederösterreich-CARD

Beschreibung

Schloss Pöggstall hat viele Geschichten zu erzählen. Im 13. Jahrhundert ursprünglich als Wasserburg erbaut, wird es im 15. und 16. Jahrhundert umgebaut und erweitert. Seit seiner Errichtung vor 770 Jahren hat es etliche Male seine Besitzer und mit ihnen sein Gesicht gewechselt. Von 1795 bis 1919 gehörte das Schloss Pöggstall den Habsburgern, 1986 war es Eigentum der Republik Österreich und seit 1986 ist es im Besitz der Gemeinde. Erst seit jüngster Vergangenheit zeigt sich das historisch bedeutende Ensemble umfassend und behutsam restauriert in seinem ursprünglichen Glanz – einstige Vorurteile, Pöggstall sei nicht mehr als ein altes Provinzschloss, müssen nun fast revolutionären Tatsachen weichen. Die Rogendorfer, die den Bau entscheidend geprägt haben, waren im 15. und 16. Jahrhundert eine der politisch aktivsten und einflussreichsten Familien im Habsburgerreich und hinterließen eindrucksvolle Spuren im Schloss.

Reich an Details

Die Dichte, in der moderne architektonische Lösungen im Laufe der Jahrhunderte in Pöggstall umgesetzt wurden, wird von Bauhistorikern als einzigartig beschrieben. Das Schloss ist mit seinem Innenhof und den Arkaden mit Elementen der Renaissance ein bedeutendes Kulturjuwel. Sehenswert sind vor allem die Steinwendeltreppe, das Renaissanceportal sowie der restaurierte Arkadeninnenhof und die Barbakane, die Vorburg des Schlosses. Der signifikante Rundbau steht vor dem alten Schloss und demonstriert die Wichtigkeit der Anlage – eine derart massive Befestigung wurde einst ansonsten nur in besonders reichen Städten umgesetzt. Diese Barbakane ist einzigartig in Österreich und auf Grund der Größe und des Originalzustandes europaweit eine Rarität.

Prädikat: Recht sehenswert

Schloss Pöggstall beherbergt ein Museum über Rechtsgeschichte sowie die Sammlung für Rechtsgeschichte des Landes Niederösterreich – 2017 war es Austragungsort der Niederösterreichischen Landesausstellung „Alles was Recht ist". Ebenso spannend erzählt die Sonderausstellung in der Barbakane von der ereignisreichen Restaurierung, bedeutsamen Funden und verblüffenden Geschichten über die Schlossherren. Eine 3D-Animation zeigt anschaulich, wie der Bergfried beziehungsweise das spätere Schloss von seiner ursprünglichen Anlage bis zur heutigen Gestalt anwächst. Eine Europa-Landkarte, in der alle Schlachten der Rogendorfer angeführt sind, ist zu sehen. Genauso wie ein Porträt von Georg von Rogendorf, eine Leihgabe der Eremitage Sankt Petersburg. Weiters gibt es auch immer wieder wechselnde Sonderausstellungen zu besuchen.

Vom Wasserschloss zum Wasserfall

Zum Ausspannen lädt der Schlossgarten mit Springbrunnen und Teich ein. Fürs leibliche Wohl wird im Restaurant „Das Rogendorf“ gesorgt. Wem ein Spaziergang im Schlosspark zu kurz ist, Schloss Pöggstall ist Ausgangspunkt von 9 interessanten und markierten Wanderwegen. 
Auch können im Schloss zahlreiche Räumlichkeiten und Festsäle für private Feiern, Hochzeiten und Veranstaltungen gemietet werden.

Führungen (Kulturvermittlungen):
10.30 Uhr und 14.30 Uhr – derzeit nur nach Voranmeldung.

Wir bitten um Verständnis, dass derzeit Kulturvermittlungen nur nach telefonischer Voranmeldung spätestens 24 Stunden im Vorhinein unter der Telefonnummer +43 680 3325747 möglich sind. 
Die Museumskasse befindet sich im Restaurant „Das Rogendorf“.

Eignungen

  • Hunde erlaubt

Standort & Anreise

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