Wo die gelben Kriecherl wachsen: Der Genussherbst im Waldviertel

Welch’ wunderbare Frucht die Waldviertler seit 100en von Jahren kultivieren und wie die schmeckt, können Sie hier lesen. Oder Sie kosten einfach selbst.

Wenn sich rund um die Ysperklamm die Blätter färben, zeigt sich ein regionstypisches Highlight, das süße Kriecherl, in seiner Hochblüte. Wo Sie das Kriecherl besonders raffiniert kosten können – und was es im Waldviertel sonst noch zu genießen gibt, lesen Sie hier.

Alles Kriecherl: Unsere Genuss-Tipps.

Wenn Sie das Kriecherl noch nicht kennen, sollten Sie das schleunigst nachholen. Diese Uraltobstsorte hat einen ganz eigenen, süßen Geschmack. Müsste man ihr einen hochdeutschen Namen verpassen, dann wohl gelbe Kleinpflaume. Wie gut die schmeckt, weiß Hans Krenn vom Landgasthof Peilsteinblick. Er verarbeitet sie in seinen hausgemachten Spezialitäten und in der innovativen Brennerei, wo auch die Kaiserholzbirne und Krenwurzen-Gin destilliert werden. Das Familiengasthaus ist außerdem der ideale Ausgangspunkt für Ausflüge, zum Beispiel einer Wanderung am Druidenweg zu mystischen Steinen aus der Keltenzeit. Forellen aus dem eigenen Teich genießt man im Forellenhof Yspertal. Und Saumeise, Schweinsbraten, Mohn- und Knödelgerichte… Wir hätten ja gerne die ganze Karte rauf und runter bestellt. Den Nachtisch haben wir dann auf Willis Bauernhof geordert – und einen Kriecherlgeschenkkorb dazu. Unser Naschkatzen-Tipp: Unbedingt die Kriecherlschnitte der Chefin kosten!

Kriecherl und Klamm: Unser Produzenten- und Wander-Tipp.

Dem Kriecherl haben sich auch zahlreiche Produzenten verschrieben und die Genussregion Waldviertler Kriecherl ins Leben gerufen. Dazu gehört zum Beispiel die Destillerie Rogner, die Kriecherl zu fruchtigem Gin verfeinert. Wanderern empfehlen wir eine Tour durch die Ysperklamm, wo sich die Ysper in vielen kleinen und großen Wasserfällen fast 300 Höhenmeter in die Tiefe stürzt. Das glasklare Wasser ist die ideale Abkühlung am Weg und begleitet einen über unzählige kleine Aufstiegshilfen wie Steintreppen, Holzstiegen, kleine Brücken und gesicherte Übergänge. Uns haben auch die moosbewachsenen, riesigen Granitsteine beeindruckt, denen man auf der Tour immer wieder begegnet.

Schnaps und Schlafen: Unsere Geheimtipps.

Wenn das Kriecherl brennt, sollten Sie nicht fehlen. Im Oktober feiern die Destillateure Tag der offenen Brennereien und laden auf das eine oder andere Stamperl ein. Darum hier auch gleich unser Übernachtungs-Tipp: Im wunderschönen Genießerzimmer im Schreiners – das Waldviertelhaus. Die beeindruckende Gartenanlage mit Schwimmbiotop begeistert auf ganzer Linie und kulinarisch wird man hier mit Fleisch aus der hauseigenen Fleischerei verwöhnt. Wir freuen uns schon aufs nächste Mal!

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