4 Fragen an Daniela und Gerhard Holnsteiner

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Was Freiheit ohne Barriere bedeutet...

...haben wir die beiden genauer gefragt!

 

Dani, welche Herausforderung ist für dich die größte?

Der Kinderwagen (lacht). Gerhard ist so selbstständig, wir unterstützen uns gegenseitig seit jeher super. Seit unserem Sohn Moritz bedarf es vor jeder Abfahrt einer kleinen logistischen Planung – das war nur mit Gerhard allein anders. Aber wir bekommen das gemeinsam trotzdem immer toll hin.

Gerhard, was vermisst du am meisten, seit du im Rollstuhl sitzt?

Ich war immer sehr sportlich und bin es bis jetzt geblieben. Ich steige Stufen, fahre Auto, kümmere mich um Moritz, liebe die Wachau und kenn jeden Winkel dort. Mein größter Wunsch wäre es, die Ruhe, die Geräusche und überhaupt das Gefühl, mitten im Wald sein zu können, wieder zu erleben. Abseits der Wege, irgendwo im tiefsten Gestrüpp. Das fehlt mir.

Wie entdeckt ihr Niederösterreich am liebsten?

Wir haben einen Freund, der ist Fotograf. Wenn wir seine Bilder sehen, suchen wir uns die ansprechendsten Orte aus und fahren dort einfach hin. Wir lieben unsere Flexibilität. Auch sich immer wieder selbst wahrzunehmen und zu merken „bis hier hin geht´s“, und mich nicht schon zuhause damit zu beschäftigen, ob und wie weit ich komme, gehört da dazu. Wir machen´s einfach – nur so erlebt man was. Mich zu verkriechen und eine Liste von „das geht, das geht nicht“ zu machen, entspricht nicht unserer Lebenseinstellung und auch nicht zu unserem Verständnis des Begriffs „Barrierefreiheit“.

Auto oder Zug?

Bisher sind wir mit dem Auto unterwegs gewesen und freuen uns schon sehr auf die Eindrücke und Erlebnisse, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an Orte zu gelangen, an denen wir tatsächlich selbst noch nicht waren. Unsere persönliche Pionierreise als Familie mit Rollstuhlfahrer und Kleinkind wird jedenfalls zeigen, dass es im wunderschönen Niederösterreich auf diesem Wege keine Barrieren mehr gibt!