Vom Wollwerken

Vor über 30 Jahren wurde die Wollwerkstatt im Mostviertler Texing von Landwirt Bernhard Calice gegründet.

Bevor Landwirt Bernhard Calice begann, österreichische Schurwolle zu sammeln und zu verarbeiten, landete der Großteil der Wolle auf dem Misthaufen, da in Österreich zum Großen Teil traditionellerweise nur Milch und Fleisch des Nutztieres Verwendung fanden.

Auch Calice wusste nach der ersten Schur seiner 25 Milchschafe einfach nicht, wohin mit soviel Wolle. Weil ihm das Entsorgen am Müll aber nicht gefiel, beschloss er, die Wolle selbst zu verarbeiten und gründete 1982 die Wollwerkstatt. 

Sammestelle Bauernhof
War die Wollwerktstatt zunächste noch auf dem Familienbauernhof der Calices angesiedelt, wurde es dort nach sieben Jahren zu eng, und man übersiedelte schließlich in einen größeren Betrieb nach Texing. Mittlerweile führt Nachfolger Erich Schlagitweit gemeinsam mit neun Mitarbeitern den Betrieb. Die Wolle für Schafwolldecken, Plaids und weitere wärmende Stoffe stammt von Schafen aus ganz Österreich. In Mostviertler Texing wird sie gesammelt, gewaschen, gefärbt und gekrempelt. 

Lautes Handwerk und warme Decken
Nach dem Waschen und Färben kommt die große Krempelmaschine, die ordentlich Lärm macht zum Einsatz. In ihr wird die Wolle kardiert, vermischt und wieder gekämmt. Nun kann sie gesponnen und gewebt werden. Aus dem gewebten Stoff schneiden die Mitarbeiter Topflappen, Plaids, Kissen oder auch Wolldecken zu – diese werden mit einer Baumwolleinfassung sehr adrett umwirkt, verziert sind sie mit vielen grasende Schafe als Motiv oben drauf. Wieviel es sind? Grad so viel, dass sich das Schäfchen zählen vor dem Einschlafen lohnt!

 

Texingtaler Wollwerkstatt

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