Typisch Weinfrühling! Vom Losgehen, Wärmen und Genießen.

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Was meinen Niederösterreicher, wenn sie „In die Grean gehen“? Was steckt wie und warum, wenn es wo „Aus’gsteckt ist“? Warum ist junger Wein kein Jungwein?

Die Niederösterreicher haben so einiges, das andere nicht haben. Im Wein- und Genussbundesland gibt es eine regionale Fülle an Hausgemachtem zum Essen & Trinken, wie auch Spannendes im frühlingshaften Weingarten zum Entdecken und dankbar sein.

# Unser junger Wein

Der Klassische, der Frische, saftig, süffig, richtig gut! Der junge Wein wird als „Nachfolger“ des – bitte nicht zu verwechselnden! – Jungweins (erster Wein am 11. November) erst im Frühjahr im März auf die Flasche gezogen und besticht durch Leichtigkeit und Finesse. Die jungen Weiß-, Rosé- oder Rotweine werden im Vorjahr meist schon früh gelesen oder aus frühreifen Rebsorten gekeltert und klassisch im Stahltank ausgebaut. Sie sind die perfekten Vorboten des neuen Jahrgangs. Sonnenstrahlen im Gastgarten, leichte Frühlingsküche oder einfach so genießen. Zum Wohl!

# Wo ausg’steckt ist!

Was war zuerst, der Wein oder der Heurige? Der „Heurige“ – erster Wein nach der Lese im November – ist Namensgeber für die so beliebten bäuerlichen Gastwirtschaften, in denen der eigens produzierte Wein zur Jause genossen wird. „Ausg’steckt ist“, wenn die niederösterreichischen Top-Heurigen nur an ganz speziellen Terminen im Jahr geöffnet haben. Ein Blick in den Heurigenkalender vor dem Besuch beugt hungrigem Magenknurren aufgrund verschlossener Tore vor. Hängt ein grüner Buschen (Zweige) über der Tür, bitte hereinspaziert und am besten auf der Speisekarte von allem etwas gustieren. 

 

# Gemeinsam „In die Grean gehen“

Frühlingsgefühle wecken? Zamm’packen und auf geht’s zum entspannten Ausflug ins Grüne – oder Moment – war es doch „ins Blaue“? Ein Blick ins urtümliche Niederösterreich verweist auf das Brauchtum der Winzer, am Ostermontag den Weingartenhelfern für ihre tatkräftige Unterstützung im Weingarten und bei der Lese zu danken und gemeinsam das Frühjahr zu begrüßen. Bis heute ist dieser schöne Brauch, vom Winzer persönlich durch die Kellergasse und/oder Weingarten geführt und verköstigt zu werden, jedes Jahr zwischen März und Mai ein Highlight – und nennt sich „in die Grean gehen“. Selbstverständlich mit dem aktuellen Jahrgang im Glas und einer guten Jause dazu. Traumtagerl!

# Frostkerzen

Will hier jemand bei diesen morgendlichen Frühlingstemperaturen um den Gefrierpunkt romantisch dinieren oder gar eine Séance abhalten, um den Weingott Bacchus zu ehren? Leider nein. Die kleinen leuchtenden Blechkübel, die vielerorts vor Sonnenaufgang im Frühjahr angezündet werden, dienen dem Frostschutz im Weingarten. Wenn die zarten Knospen oder Rebblüten zu erfrieren drohen, werden in gleichmäßigen Abständen Frostkerzen entzündet, die durch die Wärmeentwicklung des Feuers, die eisige Kälte abwenden. Spitzen Erfindung und ganz unter uns: Der mystische Anblick ist trotzdem schön. Genial!

 

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