Erzherzogshut und Brautschleier

Eine Legende erzählt, wie vor 900 Jahren der Brautschleier seiner Gattin Agnes Leopold III. zur Gründung von Stift Klosterneuburg veranlasst hat.

Schon zur Gründung vor 900 Jahren war Stift Klosterneuburg das Glück hold: Ein wiedergefundener Schleier seiner Gattin Agnes soll dem Heiligen Leopold die Stelle der Stiftsgründung angezeigt haben.

Der Babenberger Markgraf Leopold III., später heilig gesprochen und als Landespatron Österreichs verehrt, verlegte 1113 seine Residenz von Melk nach Klosterneuburg und gründetet ein Jahr später das Stift. Eine in Österreich sehr populäre Legende verklärt die Gründung so: Neun Jahre, nachdem seine Gattin Agnes ihren Brautschleier verloren hatte, soll Leopold bei einem Jagdausflug das kostbare Stück an einem Holunderstrauch hängend völlig unversehrt wieder gefunden haben. In Erfüllung eines Gelübdes wurde die Fundstelle als Standort des Stifts auserkoren.

900 Jahre ein kulturelles und spirituelles Zentrum
1133 rief Leopold die Augustiner Chorherren nach Klosterneuburg – sie etablierten das Stift als Zentrum der Kultur und Wissenschaft. Heute, zum 900-Jahr-Jubiläum, zählt das Stift zu Österreichs großartigsten Klosteranlagen und verfügt über einzigartige Kulturgüter wie die romanische Stiftskirche, den weltberühmten Verduner Altar oder die vielen wertvollen Exponaten des Stiftmuseums. Dort zu finden sind auch die Tafelbilder von Rueland Frueauf d. J. mit Szenen aus der Schleierlegende.