Sonnenwende in der Wachau

Vom längsten Tag des Jahres in die hellste Nacht: Die Sommersonnenwende wird in der Wachau besonders prächtig und genussvoll gefeiert.

Feuer und Flamme zur Feier des Sommerbeginns: Das romantische Donautal präsentiert sich zur Sonnenwende als leuchtendes Band.

Die Tradition der Sonnwendfeuer ist in weiten Teilen Europas verbreitet. Über die Ursprünge gibt es zahllose Theorien; möglicherweise handelt es sich hier um Reste eines archaischen Sonnenkults von Kelten, Slawen und Germanen. In der Wachau wurde der Brauch vor annähernd 400 Jahren das erste Mal urkundlich registriert und seitdem – trotz temporärer Verbote – wie kaum anderswo gepflegt und erhalten.

Feuriger Sommerbeginn

Die Wachauer Sonnwendfeiern gehören nicht nur zu den ältesten, sondern auch spektakulärsten Festen Niederösterreichs. Entlang des Donauufers werden riesige Scheiterhaufen mit einer Sonnwendhexe (einer mit Krachern gefüllten Puppe) obenauf in Brand gesetzt, Weingärten sind mit Fackeln entlang der Rebzeilen ausgesteckt, und Sehenswürdigkeiten wie die Ruine Hinterhaus in Spitz oder die Ruine Dürnstein sind hell erleuchtet. Am schönsten ist das Spektakel vom Fluss aus zu sehen: Wenn bei Einbruch der Nacht die Schiffsflotte Spitz verlässt und donauabwärts durch das Donautal fährt, werden riesige Feuerwerke abgeschossen, die Wachau steht buchstäblich in Flammen.

Die Sonnenwende genießen

Auch an Land gibt es viele Orte, um sich das Spektakel anzusehen: Man kann sich zur Donau setzen oder hoch oben in den Weingärten den Zug der Schiffe, die Sonnwendfeuer und Feuerwerke beobachten. Die beliebtesten Plätze sind freilich die höher gelegenen Gasthöfe oder Heurigen. Hier lassen sich nicht nur die flammenden Schauspiele, sondern auch die erstklassigen Weine der Wachau und spezielle Sonnwendmenüs genießen.

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