Flussbaden an der Donau, © Niederösterreich-Werbung/Manfred Horvath

Mit einem Fuß im Fluss

Erste Flussbäder gab es bereits im 18. Jahrhundert. Seither haben die fließenden Gewässer nichts von ihrer Anziehungskraft verloren: Je nach Temperament und Ausdauer lässt man sich entspannt darin treiben oder schwimmt gegen den erfrischenden Strom.

Österreichs Landschaft ist durchzogen von einer Vielzahl an Bächen und Flüssen, die zu den saubersten Europas gehören und in den meisten davon lässt sich herrlich baden. Einige der ältesten Flussbäder befinden sich entlang der Donau.

Auffallend schöne Plätze mit naturbelassenen Sand- oder Kiesstränden – sei es in den Donau-Auen der Wachau, am Badeplatz Ardagger mit seinen Schotterinseln oder bei Aggsbach-Dorf bzw. Schönbühel, wo sich das Baden auch mit einer Bootstour verbinden lässt. Dort wird zudem das Kuriosum erlebbar, dass die Donau – einem Gegenstrom gehorchend – bergauf fließt.

Seichtes Uferwasser und geringe Strömung bieten die Donauabschnitte bei Weißenkirchen sowie bei Greifenstein, aber auch die Pielachmündung bei Melk, am Südufer der Donau, mit ihren weichen Sandbänken.

Wer zusätzlich den Atem der Jahrhundertwende spüren will, sollte ins Strombad Kritzendorf fahren, in dem bereits seit dem Jahr 1903 Sommerfrischler Abkühlung suchen. Das Strombad, einst als Riviera der Donau bekannt, kostet heute keinen Eintritt mehr, und dennoch kann man umgeben von Kastanienbäumen und den hölzernen Zeugen alter Badekultur hier besonders angenehm den Sommer genießen.

Ein weiterer Fluss, der seit vielen Jahrhunderten zum Baden genutzt wird, ist der Kamp, der – abgesehen von der Weichheit des Wassers – auch mit einer angenehmen Temperatur verführt. Viele Badebuchten, die landschaftliche Schönheit und nicht zuletzt das rot-weiß gestrichene, hölzerne Badehaus in Plank laden zum Verweilen ein.

Zum Schwimmen wie auch zu Bootfahrten eignet sich die Ybbs – ein Geheimtipp ist Hollenstein mit seinem historischen Badeplatz aus dem frühen 20. Jahrhundert, seiner idyllischen Lage, einer großen Liegewiese mit gepflegtem Strandbereich und der Möglichkeit, mit „Sautrögen” den Fluss erkunden zu können.

Erst kürzlich zugänglich gemacht wurde in Niederösterreich das Naturdenkmal Erlaufschlucht, eine 7 km lange Schlucht entlang der Erlauf mit traumhaften Sandstränden, Höhlen und Badebuchten. Weniger abenteuerlich zu erreichen ist das naturbelassene Flussbad in der Erlauf im Ort Purgstall, wo auch die Erlaufschlucht beginnt. An einem der ältesten Naturflüsse Europas wurde die alte Badeanlage wieder belebt und lädt zur Abkühlung bei erfrischenden 16 bis 17 Grad ein.

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