Bühne frei, Vorhang auf!

Festspielhaus, Landestheater und Bühne im Hof in St. Pölten und die Bühne Baden starten mit neuen Programmen in die Saison 2017/2018.

Dass man sich auf den großen Bühnen Niederösterreichs auf langjährigen großen Erfolgen nicht ausruht sondern zu immer neuen Höhenflügen ansetzt, bezeugt ein geistreiches Programm der Saison 2017/2018.

Tanz und Musik

Seit über 20 Jahren beweist das Festspielhaus St. Pölten mit seiner programmatischen Vielfalt aus internationalen Tanzproduktionen und Konzerten von Klassik über Jazz bis Pop seine Einzelstellung. Mit Tanita Tikaram, die Ende der 90er mit Twist in my Sobriety einen Welthit landete und Anoushka Shankar sind im Herbst im Festspielhaus St. Pölten wohl zwei der derzeit interessantesten weiblichen Jazz-Stimmen zu hören. Das Diogenes Quartett gibt Schuberts Streichquartetts D810, „Der Tod und das Mädchen“ zum Besten und Carlos Acosta und seiner Compagnie Acosta Dance eröffnen mit „De Punta a Cabo“ und Werken des belgischen Starchoreografen Sidi Larbi Cherkaoui und des spanischen Künstlers Goyo Montero die Tanzsaison im Festspielhaus St. Pölten.

Großes Theater

«Times are Changing» lautet der Titel eines Klassenzimmerstückes über das Leben und die Musik von Bob Dylan, das die Theaterwerkstatt des Landestheater Niederösterreich zum Besten gibt, im Haupthaus besinnt man sich auf Klassiker wie Shakespeares „Romeo und Julia“, Büchners „Dantons Tod“ oder den Evergreen „Die kleine Hexe“ von Otfried Preusser. Vielfalt verspricht auch die Bühne Baden, die mit ausgewählten Programmpunkten wie Webers „Freischütz“ oder dem Familienmusical „Aladdin und die Wunderlampe“ reüssiert.

Kleine Kunst ganz groß

Die Bühne im Hof bringt Kleinkunst auf die Bühne, die zu unrecht so genannt wird; geben sich doch hier nicht nur vielversprechende Nachwuchskünstler sondern auch altgediente Institutionen und gar Weltstars die Klinke in die Hand. Zwei Gitarren, zwei unverwechselbare Stimmen: Hans Theessink und sein Freund Terry Evans spielen den Blues unverfälscht und lässig – betörend ab dem ersten Akkord. Guido Tartarotti, ehemalige Kurier-Edelfeder und nunmehriger Autor und Kabarettist gibt Wissenwertes zum wichtigen Thema Pinguine preis und Michael Hufnagl weiß, was es heißt ein echter Mann zu sein und hält damit auch nicht hinter dem Berg.