Rundum g’sund, unser Kürbis

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Früher „Arme-Leute-Essen“. Heute Teil der Spitzengastronomie.

Im nahezu mediterranen Klima des Retzer Landes verbringt der Kürbis gerne seinen Sommer. Im Herbst wird er geerntet, verkocht und gefeiert.

Als Suppe, Risotto oder Gulasch lieben wir die orange Cremigkeit heiß. Ihre Kerne sind ein vergleichsweise gesunder Knabberspaß. Denn die größte Beere der Welt verfügt über ein hohes Nährstoffdepot, trägt zur Senkung des Cholesterinspiegels bei, schützt vor freien Radikalen und fördert die Ausscheidung von Giftstoffen. Die gelborange Farbe ergibt sich übrigens aus den großen Mengen an Beta-Carotin, die im Fruchtfleisch enthalten sind.

Gut Ding braucht Weile

Das Retzer Land im nördlichen Niederösterreich zeichnet sich durch seine vielen Sonnentage aus, das Klima ist fast mediterran. Am Manhartsberg, der das Wald- vom Weinviertel trennt, bekommen nicht nur die Reben die Sonne zu spüren, auch die Kürbisse lieben das schöne Wetter. Traditionell wird der Kürbis als Zwischenfrucht in den Weingärten oder gemeinsam mit Erdäpfel, Mais oder Rüben auf den Feldern angebaut. Auf rund 500 Hektar glänzt in der Genuss Region Retzer Land das orange Gold – eine Fläche, die stetig wächst. Denn die Nachfrage nach der vielseitigen Frucht, die im Volksmund auch gerne mal liebevoll „Bluza“ genannt wird, steigt unaufhörlich. Beliebt ist der Retzer Land Kürbis aufgrund seiner langen Haltbarkeit und seines intensiven Aromas. Das macht das Klima. Denn die Früchte reifen durch die kalten Winter und heißen Sommer mit wenig Niederschlag etwas langsamer als in anderen Regionen.

Das Kürbisfest: eine runde Sache

Ende Oktober findet am Wochenende vor Allerheiligen im Retzer Land das alljährliche Kürbisfest statt, das im Spätherbst zu den bedeutendsten Großereignissen Niederösterreichs zählt. An drei Tagen leuchten tausend ausgehöhlte Kürbisse in Fenstern, auf Zäunen und an Straßenrändern. Genascht wird er in unzähligen Formen. Der Star des Festes ist aber ein Zugereister. Als Japaner, der in Retz Wurzeln geschlagen hat, ist der Hokkaido die beliebteste Kürbissorte. Sein größter Vorzug, dass er nicht geschält werden muss, verleiht ihm den Spitznamen „Panzerbeere“. Denn botanisch gesehen, gehört der Kürbis zu Heidelbeere, Paradeiser und Co.

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