Auf Spurensuche

Am 20. und 21. Mai 2017 laden heimische Museen zum Museumsfrühling Niederösterreich.

Anlässlich des Internationalen Museumstags bieten über 100 Museen und Sammlungen abwechslungsreiche Programme für die Besucherinnen und Besucher: von Ausstellungseröffnungen bis zu Spezialführungen, von Kinder-Workshops bis zu Einblicken in Depots.

Rund 35.000 Museen in 140 Ländern machen am Internationalen Museumstag durch besondere Aktivitäten auf sich aufmerksam. Das jährlich wechselnde Motto lautet heuer „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“. Über 100 Museen und Sammlungen in ganz Niederösterreich – von Heimat-, Stadt-, Stifts- und Regionalmuseen bis hin zu großen Ausstellungshäusern – machen an diesem Museumsfrühling-Wochenende mit besonderen Programmen auf sich aufmerksam.

Kunst und Kultur, Handwerk und Hobby
Im Festsaal des Stiftes Dürnstein befindet sich ein seltenes und eindrucksvolles Deckenfresko des Malers Martin Johann Schmidt (besser als „Kremser Schmidt“ bekannt), das bei einer Themenführung und Bildbetrachtung genauer unter die Lupe genommen wird. Im Römermuseum Tulln erfahren Gäste in einer Sonderausstellung Interessantes über Religion, Riten und Götter am Donaulimes und können sich beim anschließenden „Gelage“ auch verkostend mit der römischen Ess- und Trinkkultur vertraut machen. Im Wilhelmsburger Geschirr-Museum wird die Sonderausstellung „G´Spritzt. –  Wilhelmsburger Dekore mit Schablone und Spritzpistole“ eröffnet. Bei der Schauproduktion kann Studierenden der New Design University unter der Leitung des Kerammodelleurs Hermann Seiser über die Schulter geschaut werden. Im Feld- und Industriebahnmuseum in Freiland im Bezirk Lilienfeld, das 50 Lokomotiven und über 180 verschiedene Wagen aus über 100 Jahren zeigt, werden Loks gestartet, Züge zusammen gestellt sowie Führungen und Zugfahrtenangeboten.

Heimat- und Alltagsgeschichte
Im Heimatmuseum Guntramsdorf beleuchtet die Ausstellung „Guntramsdorf im Wandel“ die Ortsentwicklung seit der Zeit Maria Theresias. Gezeigt werden neben Luftaufnahmen und Originaldokumenten kartographische Darstellungen vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, darunter auch ein originalformatiger Ortsplan aus dem Franziszeischen Kataster aus dem beginnenden 19. Jahrhundert. Waschrumpel, Seifenlauge und Zuber können beim „Waldviertler Waschtag“ am 21. Mai im neu eröffneten Wäschepflegemuseum in Schönbach selbst ausprobiert werden. Eine Ausstellung liefert Informationen zum Wäschewaschen aus zwei Jahrhunderten. Der Sozialgeschichte des Einkaufens widmet sich das Museumsdorf Niedersulz: Beispielhaft für den grenzüberschreitenden Warenaustausch im Weinviertel und speziell entlang der March wurde die Greißlerei Pawelka aus Jedenspeigen erforscht.