Landesgalerie Niederösterreich

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Niederösterreichs neue kulturelle Landmark komplettiert die Kunstmeile Krems und präsentiert die neuen Ausstellungen.

Aktuell zu sehen in der Landesgalerie in Krems/Donau ist unter anderem eine Ausstellungen zum Weltkulturerbe Wachau.

Die Landesgalerie Niederösterreich komplettiert mit 3.000 m² Ausstellungsfläche die Kunstmeile Krems und zeigt die Bestände der Landessammlungen Niederösterreich sowie immer wieder wichtige Privatkollektionen, etwa von Ernst Ploil und Helmut Zambo. Sie spiegelt mit wichtigen Themen- und Personalausstellungen Niederösterreich als Kunstlandschaft wider, drei zentrale Themen sollen die ersten Ausstellungsjahre prägen: die Landschaft, der Mensch und das Sammeln.

„Wachau"

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wachau als UNESCO-Weltkulturerbe-Region in 2020 zeigt die große Schau „Wachau. Die Entdeckung eines Welterbes“ noch bis 6. März 2022 rund 500 Werke aus 150 Jahren, vom ausgehenden 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Darunter wahre „Ikonen“ der Wachau-Malerei. Schon im frühen 19. Jahrhundert fingen Landschaftsmaler/innen die Landschaft an der Donau ein. Berühmte Künstlern wie Robert Russ, Emil Jakob Schindler und Eduard Peithner von Lichtenfels, Tina Blau und Marie Egner erkoren die Sehnsuchtslandschaft  dann in den 1870er Jahren erneut zum Studiengegenstand aus, auch die Maler der klassischen Moderne wie Anton Faistauer, Oskar Laske oder Franz von Zülow trugen dazu bei, die Wachau in unserem Bewusstsein zu verankern.

„Auf zu Neuem. Drei Jahrzehnte von Schiele bis Schlegel aus Privatbesitz“

Ab 27. März 2021 geht es in einem rasanten Parcours durch die österreichische Kunstgeschichte: Die Schau zeigt Werke von Egon Schiele, Richard Gerstl und Oskar Kokoschka über Ernst Fuchs und Arnulf Rainer bis zu Erwin Wurm, Eva Schlegel oder Brigitte Kowanz und wie sie die zeitgenössische Bild- und Formensprache beeinflusst haben. Rund 150 Werke aus wichtigen Privatsammlungen, etwa der Privatsammlung Rudolf Leopold sowie der Kollektionen Angerlehner, Liaunig, Zambo oder Infeld, die zum Teil das erste Mal einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, zeigen in Abschnitten das Kunstschaffen im 20. Jahrhundert: die Schiele-Jahre von 1908 bis 1918, der Aufbruch nach dem 2. Weltkrieg sowie der Stilpluralismus der 1990er-Jahre. Auch die beiden – erst jüngst verstorbenen  – Künstler Arik Brauer und Hans Staudacher, die neben Arnulf Rainer, Friedensreich Hundertwasser oder Maria Lassnig jener Künstlergeneration angehören, die im Österreich der Nachkriegszeit unter widrigsten Bedingungen eine neue Kunstszene entstehen ließen, sind mit Werken vertreten. „Der Rattenkönig“ steht am Beginn Arik Brauers Karriere: Eine bestialische Folterszene, deren altmeisterliche Ausführung an mittelalterliche Tafelbilder erinnert. Das Bild wird in Krems das erste Mal überhaupt zu sehen sein. Hans Staudacher wird in der Ausstellung mit einer Werkserie vertreten sein: Seine „Illusion Wien“ etwa ist ein Zeugnis der Begegnung des Kärntners mit der Donaumetropole, in dem er das zerstörte und schuttbeladene Nachkriegs-Wien durch ein südländisches Traumbild ersetzt.

„Spuren und Masken der Flucht“

Was Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat bewegt, welche Schicksale sich auftun und wie die Medien in ihrer Berichterstattung damit umgehen zeigt „Spuren und Masken der Flucht“. Österreich war in seiner langjährigen Geschichte immer wieder Ziel von Flüchtlingen; diese wurden einerseits aufgenommen – und im selben Atemzug als „Fremde“ abgewehrt. Beleuchtet werden in der Ausstellung, die noch bis 26. September 2021 zu sehen ist, die vielen Aspekte einer Flucht: Die Masken, die man als Geflohener aufsetzen muss, um ans Ziel zu gelangen. Die vielen Brücken, die man neu aufbauen und gleichzeitig hinter sich zerstören muss, um von wo wegzukommen und auch wo anzukommen, werden zum künstlerischen Gegenstand: zu Erinnerungen, Phantasmen, Dokumenten, Fragmenten. Zu sehen sind etwa Malereien von Adel Dauood, Fotografien von Linda Zahra, die beide ihre eigene Fluchterfahrung ganz unterschiedlich verarbeiten, oder Fotoübermalungen von Deborah Sengl, die den Umgang mit Flucht und Migration, mit Vorurteilen und gesellschaftlichen wie persönlichen Herausforderungen thematisieren.

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