Landesgalerie Niederösterreich

zum Reiseplaner hinzufügen

Niederösterreichs neue kulturelle Landmark komplettiert die Kunstmeile Krems und präsentiert die neuen Ausstellungen.

Seit 1. Juli sind die neuen Ausstellungen von Ernst Ploil, Michael Goldgruber und zum Weltkulturerbe Wachau in der Landesgalerie in Krems/Donau zu sehen.

Die Landesgalerie Niederösterreich komplettiert mit 3.000 m² Ausstellungsfläche die Kunstmeile Krems und zeigt die Bestände der Landessammlungen Niederösterreich sowie wichtige Privatkollektionen, etwa von Ernst Ploil und Helmut Zambo. Sie spiegelt mit wichtigen Themen- und Personalausstellungen Niederösterreich als Kunstlandschaft wider, drei zentrale Themen sollen die ersten Ausstellungsjahre prägen: die Landschaft, der Mensch und das Sammeln.

Wachau

In der Landesgalerie Niederösterreich steht anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wachau als UNESCO-Weltkulturerbe-Region die große Schau „Wachau. Die Entdeckung eines Welterbes“ auf dem Programm. Schon im frühen 19. Jahrhundert fingen Landschaftsmaler/innen die Wachau ein. Berühmte Künstlern wie Robert Russ, Emil Jakob Schindler und Eduard Peithner von Lichtenfels, Tina Blau und Marie Egner erkoren die Sehnsuchtslandschaft  dann in den 1870er Jahren erneut zum Studiengegenstand aus, auch die Maler der klassischen Moderne wie Anton Faistauer, Oskar Laske oder Franz von Zülow trugen dazu bei, die Wachau in unserem Bewusstsein zu verankern. Die Ausstellung zeigt rund 500 Werke aus 150 Jahre, vom ausgehenden 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, darunter „Ikonen“ der Wachau-Malerei. Zu sehen ist die Ausstellung bis 06.03.2022.

Michael Goldgruber

Das 3. Obergeschoss ist den Foto- und Filmarbeiten von Michael Goldgruber gewidmet. Seine Bilder handeln vom Menschen und seinen Blick auf die Natur: aus dem Blickwinkel des Wanderers und Bergsteigers, des Forschers und Künstlers zeigt er in der Ausstellung in der Landesgalerie Niederösterreich vor allem mit der niederösterreichischen Natur- und Kulturlandschaft: „Restmodule“ sogenannter Wildnis – wie etwa das Gebiet Dürrenstein, insbesondere aber auch die Übergangsgebiete von der Wildnis zur Kulturlandschaft am Beispiel von Rax, Ötscher und den Ybbsitzer Alpen. Die Ausstellung „Traum.Land" ist bis 18.10.2020 zu sehen.

Ernst Ploil

Unter dem Titel „Schiele – Rainer – Kokoschka. Der Welt (m)eine Ordnung geben“ ist im Untergeschoss die beeindruckende Sammlung von Ernst Ploil zu sehen. Der Wiener Anwalt, der sich seit einem halben Jahrhundert intensiv mit bildender wie mit angewandter Kunst beschäftigt, hat seit einem halben Jahrhundert Werke so berühmter Künstler wie Anton Romako, Carl Schuch, Kolo Moser, Josef Hoffmann, Carl Moll, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Anton Kolig, Fritz Wotruba, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Gerhard Richter, Marcel Duchamp, Wassily Kandinsky, Dan Flavin oder Donald Judd gesammelt. Zu sehen ist die Ausstellung in der Landesgalerie Niederösterreich noch bis 28.02.2021.

Lieselott Beschorner: „Kunstbedürfnisanstalt"

Die Landesgalerie Niederösterreich würdigt in Kooperation mit dem Wien Museum von 7. November 2020 bis 14. März 2021 das Schaffen der Einzelgängerin, die 1951 als eine der ersten Frauen in die Wiener Sezession aufgenommen wurde. Beschorner legte ihren künstlerischen Schwerpunkt auf Tonarbeiten und Keramiken: Akte, Abstraktionen, Collagen, textile Figuren, Tonköpfe und Masken, Reliefbilder, gestaltete Pappbüsten – Beschorner machte alles zu Kunst, das ihr untergekommen ist. Die mittlerweile 92-jährige Künstlerin begann ihr Schaffen 1945 in den Trümmern des 2. Weltkriegs, in den mehr als sieben Jahrzehnten seither errichtete Beschorner ein Universum, das ohne Vergleich dasteht und dessen Zentrum immer sie selbst ist.