Zeitgenössisches an der Donau

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Mit der Kunsthalle, dem Forum Frohner und der Dominikanerkirche hat sich die Kunstmeile Krems als ein Zentrum zeitgenössischer Kunst etabliert.

Noch darf man ihr beim Wachsen zusehen, der neuen Landesgalerie Niederösterreich, die im Mai 2019 eröffnet wird. Bis dahin aber muss niemand auf Kunst verzichten – das garantieren die sehenswerten Ausstellungen an der Kunstmeile Krems.

Die Kunsthalle Krems präsentiert sich im Frühjahr und Sommer mit drei großen Ausstellungen. „The Cliff" von Hans Op de Beeck zeigt von 3. März bis 23. Juni 2019 melancholische Bildwelten zwischen Traum und Wirklichkeit. Das belgische Multitalent hat die Ausstellung, die sowohl durch Bilder als auch Filme begreifbar wird, in der man aber auch auf schlafende Personen, Bibliotheken, Interieurs und mehr trifft, persönlich kuratiert.

„Ticket to the Moon“ erinnert von 14. Juli bis 3. November 2019 an ein Medienereignis, das vor 50 Jahren eine ganze Generation geprägt hat: die erste Mondlandung am 21.Juli 1969. Der Mond als Sinnbild für Träume und Sehnsüchte prägt uns Menschen nach wie vor und hat auch seit der „Erstbegehung" nichts von seinem Zauber verloren. Die Ausstellung zeigt Werke ab den 1950er-Jahren sowie aktuelle Arbeiten junger Künstler.

„Land Art", ebenfalls von 14. Juli bis 3. November zu sehen, befasst sich mit der gleichnamigen Kunstströmung, die vor 50 Jahren das erste Mal von Gerry Schum als solche bezeichnet wurde. Die Kunst entsteht hier in und mithilfe der Landschaft: von Robert Smithson werden im Salzsee von Utah Sand- und Steinspiralen aufgeschüttet, Michael Heizer lässt in der Wüste Nevadas Erdgräben ausheben und Walter de Maria vermisst die Wüste. 

In der Kremser Dominikanerkirche macht Josef Trattner mit seinem rosa Sofa Station. Seit 2004 bereist er damit Europa vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer. Ab 26. Mai ist die „Donau-Sofafahrt" zu sehen, Performances sowie literarische und musikalische Events bilden ein entsprechendes Rahmenprogramm.

Das Forum Frohner setzt sich in der Schau „Ich und Ichich“ von 26. Mai bis 6. Oktober mit den Selbstinszenierungen Adolf Frohners auseinander und zeigt neben Selbstporträts auch erstmals Fotografien aus dem Archiv des Künstlers.