Nase hoch getragen

In Niederösterreich bekommt das Wort „Kulturlandschaft“ eine ganz neue Bedeutung. Denn allerorts gehen Kunstobjekte mit der Natur eine besondere Verbindung ein.

Für Kunst kann alles Bühne sein! Im idyllischen Niederösterreich macht das eine Landpartie sichtbar. Ob im Weinberg, am Donauufer oder am Fuße des Semmerings – im weiten Land um Wien erobern herausragende Kunstprojekte die Landschaft.

„Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen / Und haben sich, eh man es denkt, gefunden“, schrieb einst Goethe. Am schönsten findet dieses Finden in Niederösterreich statt, wo Kunstprojekte allerorts Flussufer, Weingärten oder Felder zieren.

Die Nase und der Wein
In Langenlois begrüßt eine imposante „Skulptur ohne Titel 2005“  von Heimo Zobernig Kamptal-Besucher. Das sieben Meter hohe Werk aus 130 Stahlkugeln wird von den Einheimischen auch liebevoll „Traube am Käferberg“ genannt. Die Wachauer Nase bei der Anlegestation der Rollfähre in St. Lorenz ist ein Wahrzeichen der UNESCO-Welterbe-Region, geschaffen von der Künstlergruppe Gelitin. Man kann aufrecht durch die „Nasenlöcher“ der vier Meter hohen Beton-Installation schreiten.

Das Sonnenrad und der Ötscherbär
Im hügeligen Weinviertel steht nahe der Ortschaft Hetzmannsdorf ein riesiges, gelbes Rad. Es handelt sich dabei um eine Konstruktion aus Eisen, Holz und Aluminiumblech, 2.500 kg schwer. Geschaffen hat sie der Künstler Gerhard Kohlbauer – abgeleitet von der Idee der archaischen Sonnenscheibe. Im Naturpark Ötscher-Tormäuer trifft man auf eine Metall-Skulptur die einen Braunbär zeigt. Das Kunstwerk macht darauf aufmerksam, dass es dem Ötscherbären, einem aus Slowenien in das Ötschergebiet eingewanderten Braunbären, zu verdanken ist, dass der Braunbär in den Nördlichen Kalkalpen wieder Fuß fassen konnte.

Kunst in der Landschaft auf Gut Gasteil
Auf dem 16 Hektar großen Areal von Gut Gasteil in Prigglitz hat das Künstlerpaar Charlotte und Johannes Seidl zahlreiche Kunstobjekte in die Landschaft gestellt, die sich mit dem idyllischen Platz in der Voralpenlandschaft auseinandersetzten. Besucher können die sich immer wieder neu zeigende Ausstellung in ca. eineinhalb Stunden auf gemähten Wegen erwandern.

Pressetext: Kunst in der Landschaft