Kostbare Raritäten

Wenn der Sommer zur Neige geht, dürfen sich Musikliebhaber auf die herbstlichen Serenadenkonzerte an Originalschauplätzen freuen.

Die Musik Joseph Haydns in seinem Geburtshaus zu hören oder jene Franz Schuberts auf Schloss Atzenbrugg, wo er seine Sommer verbrachte, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Doch auch weniger bekannte Namen versprechen wunderbare Raritäten.

Sie sind längst unverzichtbarer Teil der niederösterreichischen Kultur: die herbstlichen Serenadenkonzerte an musikhistorisch bedeutsamen Orten wie Rohrau, Atzenbrugg, Perchtoldsdorf oder Baden. Die Programme sind vortrefflich, die Solisten und Ensembles meisterhaft. Doch neben Haydn, Schubert, Hugo Wolf und Beethoven verweisen wir mit Vergnügen auf kostbare Raritäten der Musikgeschichte. Auf den Haydn-Schüler Ignaz Joseph Pleyel aus Ruppersthal etwa, dessen musikalisches Erbe seit kurzem im nagelneuen Pleyel Kulturzentrum gepflegt wird. Oder auf Antonio Salieris Schüler Benedict Randhartinger, der in Ruprechtshofen lebendig ist wie eh und je. Neben den Serenadenkonzerten sei last but not least auf die Badener Gartenkonzerte des vielseitigen Schlager- und Revuekomponisten Heinrich Strecker verwiesen.