Im Wendekreis der Sonne

Ob bei einer romantischen Schifffahrt oder hoch droben auf dem Berg – die Sommersonnenwende lässt sich auf vielfältige Weise begehen.

Schon die Kelten, die im zweiten Jahrhundert vor Christi den niederösterreichischen Voralpenraum besiedelten, entzündeten Sonnwendfeuer – wobei ihre Feuer als Symbol für die mystische Kraft der Sonne galten. Da sie sich noch am Mond- und Sonnenrhythmus orientierten, galt die Zeit der Sonnenwenden als ein magisches Fenster, durch das man der Geisterwelt am nächsten war. Auch heute werden diese besonderen Tage noch gefeiert: Tausende Lichter treiben dann auf der Donau, wildromantische Fackelzüge führen durch die Weinberge, funkensprühende Feuerwerke erleuchten den nächtlichen Himmel.

Sommersonnenwende an der blauen Donau

Alljährlich stehen in mehr als 20 Orten im der Region Wachau-Nibelungengau-Kremstal zur Sommersonnenwende Brauchtum und Tradition im Brennpunkt: Leuchtfackeln werden gezündet, Flusslaternen zu Wasser gelassen und zahlreiche Bergfeuer entfacht. Das herzerwärmende Event wird begleitet von Musik, regionalen Delikatessen und natürlich den weltberühmten Weinen der Region. Die Sommersonnenwende wird im UNESCO-Weltkulturerbe Wachau und im sagenumwobenen Nibelungengau ganz besonders schön gefeiert. Wer dieses Spektakel vom Schiff aus erleben möchte, für den bieten zahlreiche Schifffahrtsunternehmen spezielle Fahrten an.

Feuer und Flamme am Berg

Der Panoramahöhenweg wird unter dem Motto "Feuer am Berg" Jahr für Jahr zur „Feuerkette, wenn mehr als 20 Feuerstellen – vom Sonntagberg bis Ybbsitz – gleichzeitig entzündet werden und die sanften Hügel des Mostviertels in helles Licht tauchen. Beim Sonnwendfeuer in der „Breiten Ries“ am Schneeberg kann man sich bei Würstel und Getränken der Stille hingeben und den Weitblick über Puchberg und das sich ausbreitende Tal genießen.

Mystisch und genussvoll

Gemütlich und romantisch begeht man den kalendarischen Sommerbeginn in Falkenstein. Musik, Feuer, regionale Schmankerl und edle Weinviertler Tropfen stehen dabei genauso am Programm wie spezielle Themenführungen durch die Burgruine. Und wer wollte nicht schon immer mal nachts durch alte Gemäuer wandeln?