Große Reformer

Sie haben, jeder auf seine Weise, die Welt verändert: Martin Luther und Maria Theresia, denen heuer große Jubiläumsausstellungen gewidmet werden.

Vor 500 Jahren veröffentlichte Martin Luther seine Thesen und löste profunde Umbrüche aus. Vor 300 Jahren wurde Maria Theresia geboren, deren Reformen eine zukunftsweisende Modernisierung des Staates zur Folge hatten.

Hans-Wilhelm von Losenstein, protestantischer Herr der Schallaburg im 16. Jh., machte mit einer innovativen reformpädagogischen Schulgründung die Region zu einem Zentrum für Wissensaustausch und Neugierde. Eine historische Besonderheit, der man mit der Sonderausstellung „Freyheit durch Bildung“ auf der Schallaburg Rechnung zollt. Darüber hinaus widmen Mitterbach am Ötscher, Bruck/Leitha, Stockerau, Waidhofen/Ybbs, das Museumsdorf Niedersulz und das Stadtmuseum Wiener Neustadt Teilbereichen der Reformation und Martin Luther spezielle Ausstellungen.

Einem Jubiläum sind auch die beiden Ausstellungen in den Schlössern Hof und Niederweiden gewidmet, die beide im Zeichen des 300. Geburtstags Maria Theresias stehen. „Bündnisse und Feindschaften“ präsentiert ein ambivalentes Bild der Herrscherin, „Modernisierung und Reformen“ befasst sich mit den tiefgreifenden Auswirkungen, die Maria Theresias Eingriffe in Staat, Steuerwesen und Verwaltung hatten. Geschichte ist nie vorüber, sondern eine Basis und damit Teil unserer Gegenwart. Eine Tatsache, der diese Jubiläumsausstellungen Rechnung tragen.