Gmünd

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Geheimnisse einer erfolgreichen Verwandlung

Ein Investment für die Zukunft: 1870 erlebte Gmünd durch den Bau eines Bahnhofs einen ungeahnten Aufschwung. Tausende Menschen bekamen im oberen Waldviertel Arbeit und Hoffnung vermittelt. In der Region entstanden Hotels und Appartements. In einem davon verweilte einst Franz Kafka. Der Dichter und Schriftsteller traf sich im August 1920 im Hotel „Huber“ mit der Journalistin Milena Jesenská. Diese Begegnung an der neu gezogenen Grenze zwischen Gmünd und České Velenice (damalige Tschechoslowakei) ist in Kafkas „Briefe an Milena“ dokumentiert und zeigt ein Stück Zeitgeschichte der geteilten Stadt. Mehr als 100 Jahre später wird Gmünd nach wie vor mit dieser schicksalhaften Begegnung in Verbindung gebracht. Heute gilt die Stadt als Zentrum des hohen Nordens – und ist in den Wintermonaten bei Tagesgästen und Kurzurlauber:innen sehr gefragt. Der Gmünder Stadtplatz mit einer Aneinanderreihung von Bürgerhäusern mit Blendfassade bildet den Stadtkern. Imposant sind vor allem die beiden Sgraffitohäuser aus dem 16. Jahrhundert. Die Anreise erfolgt unkompliziert. Vom Franz-Josefs-Bahnhof in Wien sind Direktverbindungen buchbar.

Die Stadt der Weihnachtsengerl

Die Gmünder Stadtmauer fügt sich wie ein verstecktes Band rund um den Stadtkern. Mittendrin findet vom 2. bis 4. Dezember der Gmünder Adventmarkt statt, der den Titel „Die kleine Stadt der Engel“ trägt. Zugegeben, das klingt recht kitschig. Doch die Formulierung trifft es auf den Punkt. Süße Weihnachtsengerl verteilen kleine Geschenke an die Besucher:innen und im „Engelspostamt“ überreichen Kinder ihre Wünsche ans Christkind. Zum Flanieren und Bummeln lädt die Fußgängerzone in der Kulturstadt ein, in der es nur so von regionalen Betrieben und gemütlichen Cafés wimmelt. Tipp: Am 6. Dezember kommt der Nikolaus in der Sole Felsen Welt Gmünd vorbei und hält Überraschungen für die kleinen Badegäste bereit. Um Gmünd und das unverfälschte Waldviertel zur kalten Jahreszeit bestmöglich zu entdecken, sollten sich Gäste warm einpacken: Bei einer Altstadtrunde, die eine Zeitreise bis ins Mittelalter ermöglicht, oder einer sanften Winterwanderung: Das Schloss Gmünd mit dem dazugehörigen Schlosspark sowie der Naturpark Blockheide und die Wasserbüffelweiden sind meist Fixpunkte im Routenplan.

Ein Stück Zeitgeschichte in Gmünd

Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Im Schmiedemuseum ist die „Alte Huf- und Wagenschmiede“ in einem der ältesten Häuser des Stadtplatzes untergebracht. Bei Führungen, die zu bestimmten Terminen stattfinden, erfahren Gäste hier mehr über das Handwerk vergangener Tage. Tipp: Der Themenweg „Zeitge(h)schichte zweier Städte“ führt Besucher:innen durch die beiden Städte Gmünd und České Velenice und gibt Einblicke in die Geschichte der Grenze an der Lainsitz sowie die Entstehungsgeschichte des Stadtteils Gmünd-Neustadt.

Schwitzen und genießen im oberen Waldviertel

Adventmärkte, Städtetouren, Museumsbesuche, Winterwanderungen – egal für was man sich in Gmünd entscheidet, die Aktivitäten machen hungrig. In Nicki´s Restaurant & Wirtshaus fühlen sich Gäste im stimmungsvollen Sandstein- und Ziegelgewölbe rundum wohl. Serviert wird eine authentische Wirtshausküche mit Twist. Das Stadtwirtshaus Hopferl setzt auf eine bodenständig kreative Waldviertler Küche. Waldviertler Knödel und Karpfen sind ein Gedicht für Auge und Gaumen. Im Hotel & Restaurant Stern können Besucher:innen köstlich essen, aber auch hervorragend nächtigen: Die Weinstube wird ergänzt durch einen Wellnessbereich mit einer Biosauna und einem Dampfbad und bietet damit Raum für einen längeren Aufenthalt zum Wohlfühlen. Dafür empfiehlt sich auch das Sole Felsen Hotel. Für so richtige Entspannung in der besinnlichen Jahreszeit sorgt das Sole Felsenbad mit seinen üblichen Angeboten: baden in warmer Sole, schwitzen in duftender Hitze oder „Waldbaden“ im Naturzimmer.