In der Backstube

In Horn im Waldviertel gibt es seit Kurzem die erste Waldviertler Bio-Brotbackschule: Brotfans und Hobbybäcker lernen dort, wie man Teig richtig ansetzt, Striezel flicht und Salzstangerl rollt.

Wie macht man Sauerteig und wie lange muss dieser dann gehen? Was ist die Ura und wie schmeckt Waldstaudekorn – und wie bäckt man eigentlich glutenfreies Brot? Alle Fragen zum Thema Brot beantworten kompetent und mit viel Leidenschaft Autorin und Journalistin Elisabeth Ruckser und Bäckermeister Fritz Potocnik.

Unser täglich Brot
Die Nachfrage nach gutem Brot, aber auch nach dem Wissen, wie man solches selbst bäckt, wächst wieder. Fritz Potocnik, ehemaliger Produzent und langjähriger Mitentwickler von "Joseph-Brot" packt deshalb seine 40 Jahre Berufserfahrung mit dem enzyklopädischen Brotwissen von Elisabeth Ruckser zusammen und schon ist die Erste Waldviertler Bio-Backschule geboren: In der Backstube von Fritz in Burgerwiesen bei Horn riecht es herrlich nach frisch gebackenem Brot, die Simperln stapeln sich, ebenso Säcke voll Bio-Mehl. Am Programm: eine Einführung in das wichtige Thema Teig. Es wird gewogen, gemischt und gewartet, die Kursteilnehmer legen auch selber Hand an: Handsemmerln, Salzstangerln und Mohnflesserln entstehen in rauhen Mengen, und launige Anekdoten und Insidertipps von Elisabeth und Fritz rund ums Thema Brot runden den halbtägigen "Häferlgucker"-Kurs ab.  

Am Markt einkaufen
Packen Sie unbedingt auch Ihren Einkaufskorb ein, denn am Markt der Erde in Horn, über den Elisabeth Ruckser vormittags führt, lernen Sie Produzenten und Bauern persönlich kennen und erfahren über die Haltung der Tiere, die Herstellung von Produkten und wie was wächst aus erster Hand. Am von Slow Food Waldviertel veranstalteten Markt findet man Bio-Gemüse von Tristan Toé, selten gewordene Getreide wie Einkorn, Waldstaudekorn oder Emmer (die kann man dann gleich zum Brotbacken verwenden!) von Martin Allram. Weiters gibt es Waldviertler Honig, Fische aus den umgebenden Teichen aber auch Kaffee von Bernd Salat (importiert und röstet selber im nahen Frauenhofen) zu kaufen, Fleisch, Wurst und Selchwaren und natürlich: Brot und Gebäck in seiner ganzen Vielfalt von Fritz Potocnik.

Waldviertler Häferlgucker
Wer jetzt so richtig auf den Geschmack gekommen ist, dem seien die "Waldviertler Häferlgucker" ans Herz gelegt: Sie verarbeiten beim "Häferlgucker-Wochenende" mit den Besten ihres Faches die klassischen Produkten des Waldviertels – nämlich Erdäpfel, Bier, Kräuter und Mohn. So zeigt Ihnen die Mohnwirtin Rosemarie Neuwiesinger, wie man echte Waldviertler Mohnnudeln wuzelt, im Bio-Gasthaus Leibspeis bei Sonnentor kommen nur die besten "Kräuter, die von innen wärmen" in die Rein´; und in der Schwarz-Alm bei Zwettl werden Waldviertler Stosuppe, Schweinsroulade mit Zwickelbierkraut und flaumige Waldviertler Erdäpfelknödln gekocht! 

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