Weinstraße Traisental-Donau

Das kleine, feine Genussrevier: Das zwischen St. Pölten und der Donau liegende Traisental hat sich vom Geheimtipp zur dynamischen Weinregion entwickelt.

Traditioneller Weinbau und junge aufstrebende Winzer. Kleine Anbaufläche und große Veltliner. Urige Heurige und ein hochkarätiges Barockstift: An der Weinstraße Traisental-Donau finden sich viele verlockende Gegensätze.

Das Traisental ist gleichzeitig Österreichs ältestes und jüngstes Weinbaugebiet. Das älteste: Ein Weinkernfund aus der Bronzezeit –  zu besichtigen im Urzeitmuseum Nußdorf ob der Traisen –  belegt, dass hier schon vor 4000 Jahren Wein gekeltert wurde. Das jüngste: Zum eigenen Weinbaugebiet wurde das Traisental erst 1995 erklärt. Wie sehr der Weinbau die Landschaft geprägt hat, ist an der Weinstraße Traisental-Donau zu besichtigen. Kleine Terrassenweingärten wechseln mit weiten Ebenen, in denen Obst und Gemüse gedeihen. Dazwischen liegen Dörfer, Kellergassen, Aussichtswarten und Kulturschätze wie das Stift Herzogenburg. Radwege schlängeln sich durch die Region, urig-gemütliche, noch sehr authentisch gebliebene Heurige locken zu genussvollen Stopps.

Ganz groß: der Grüne Veltliner

Das mit rund 790 Hektar Rebfläche zu den kleinsten Weinbaugebieten Österreichs zählende Traisental ist in einer Beziehung ganz groß: Hier führt der Grüne Veltliner das Regiment. In keinem anderen österreichischen Weinbaugebiet hat der Grüne Veltliner einen so hohen Flächenanteil: Mit ca. 65 Prozent belegt das Traisental unangefochten Platz eins. Doch auch der Riesling (ca. 10 Prozent Rebsortenanteil) gilt als Spezialität des Traisentals. Beide Sorten werden von den führenden Betrieben des Traisentals angebaut, die zweifelsohne zu den besten Weißweinproduzenten des Landes gehören. Die Gebietsvinothek im Schloss Traismauer führt die besten Tropfen der Weinstraße Traisental-Donau im Sortiment, hier sollten Weinliebhaber unbedingt einen Stopp einlegen, verkosten und ihren privaten Weinvorrat aufstocken.

Kulturziele an der Weinstraße

Stift Herzogenburg ist das Wahrzeichen des Traisentals. Das von Augustiner-Chorherren betreute Stift ist nicht nur ein äußerst sehenswertes Ausflugsziel, sondern auch ein beliebter Ausgangspunkt für Wein-, Rad- oder Kulturtouren, bei denen die Region von der Landeshauptstadt St. Pölten bis zur Donau erkundet wird. Für Kulturtouristen interessant sind z. B.  das Urzeitmuseum Nußdorf ob der Traisen, das Hametner Bauernmuseum (das die bäuerliche Welt der letzten 200 Jahre thematisiert) sowie das Landwirtschaftliche Museum bei Familie Buchinger in Weißenkirchen/Perschling. Allemal einen Stopp Wert ist auch das Schloss Walpersdorf: im Lederleitner Home Store, der erstklassigen Schlossküche Balthasar und einer kleinen craft beer-Brauerei, der Hopfenspinnerei kann man dort gern und gut einen schönen Tag verbringen. Die Schlosskonzerte und das Kulturfest Traisental im Juli erwecken das verträumte Renaissance-Schloss auch kulturell wieder aus dem Dornröschenschlaf der letzten Jahrzehnte. 

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