Die Wahrheit liegt in der (Wein)Traube

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Grüner Veltliner: die Quintessenz der hervorragenden niederösterreichischen Weine.

Ein ausgezeichneter Wein braucht ausgezeichnete Trauben. In Niederösterreich hat sich der Grüne Veltliner durchgesetzt. Auch wenn er für seinen pfeffrigen Geschmack bekannt ist, eine Frage bleibt: Warum schmecken eigentlich die Weintrauben im Weingarten so säuerlich?

Mit Kern, ohne Kern, rot, weiß, blau – Weintrauben sind vielfältig. Auch geschmacklich. Besonders überrascht sind wir, wenn wir im Weingarten eine Traube probieren. Wie kann aus dieser doch recht säuerlichen Frucht so ein fruchtiger Wein werden? Winzer verwenden für die Erzeugung ihrer Weine ganz eigene Rebsorten – auch Keltertrauben genannt. Diese besitzen eine zarte Schale und besonders viel Saft. Selbst bei hoher Reife enthalten die Beeren noch einen erheblichen Säureanteil. Und das ist kein Nachteil, denn hieraus ergibt sich die ausgewogene Note des späteren Weins. Unsere Trauben aus dem Hausgarten – die Tafeltrauben – haben vorzugsweise größere Beeren, wenig Säure und keine Kerne. Da Trauben nicht mehr nachreifen, müssen sie reif geerntet werden, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Als idealer Begleiter in Stresssituationen oder bei körperlicher Anstrengung beliefern sie mit ihrem hohen Gehalt an natürlichem Traubenzucker, der direkt ins Blut geht, unseren Körper mit Energie.

Die Traube im Glas

Die Spur des Weines führt in das achte Jahrtausend vor Christus zurück. In Vorderasien wurde damals bereits Weinbau betrieben. Festgehalten an Wandmalereien und Schriften hat der Wein über die Jahre in weiteren Ländern Einzug gehalten. Die alten Herstellungsverfahren haben mit den heute teilweise automatisierten Prozessen kaum mehr etwas gemeinsam. Dass die Weinqualität bereits bei der Weintraube und somit im Weinbau beginnt, daran hat sich aber auch nach tausenden Jahren nichts geändert. Wie die Traube als Wein im Glas schmeckt, ist maßgeblich von Rebsorte, Boden und Klima abhängig. Auch der Winzer und sein Wissen über Weinbau und -produktion haben natürlich Einfluss auf das Entstehen eines ausgezeichneten Weines. Er kann die Qualität der Traube aber nur erhalten, jedoch nicht verbessern.

Würzig, pfeffrig, furchtlos

Auf rund 30.000 ha Rebfläche kann im Weinland Niederösterreich so manche Traube wachsen. Aber nur die Harten kommen in den Weingarten. Mit 50% Rebfläche hat sich der Grüne Veltliner mit seinem pfeffrig-würzigen Geschmack furchtlos fruchtig in Niederösterreich durchgesetzt. Der Riesling gilt unter Weinkennern als Vorzeigewein. Dennoch ist der Grüne Veltliner heute die wichtigste Weißweinsorte Österreichs und hat sich auch weltweit einen Namen gemacht. Ein Titel, von dem er vor fünfzehn Jahren nicht zu träumen gewagt hätte. Den Lössboden des nördlichen Weinviertels als Lieblingsrevier auserkoren, zeigt sich Österreichs Lieblingswein auch in der Wachau, im Kamptal, Kremstal und am Wagram in Bestform. Außerhalb seiner Heimat wird die mutmaßliche Kreuzung zwischen Traminer und „St. Georgen“ bis auf Gebiete in Tschechien, Slowakei und Ungarn wenig angebaut. Dafür wird er bei uns in Niederösterreich umso kräftiger gefeiert – insbesondere im Weinfrühling und Weinherbst.

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