Bei den Waldviertler Handwerksmeistern

Im Waldviertel, wo das Handwerk in großer Vielfalt seit Jahrhunderten eine Heimat hat, besteht jetzt die Gelegenheit, mehr über handwerkliche Tätigkeiten zu erfahren und selbst Hand anzulegen.

Lebenslanges Lernen kann ein reines Vergnügen sein: Vor allem, wenn man von Meistern ihres Fachs in Handwerkstechniken eingeführt wird und dabei selbst kunstvolle Objekte schaffen kann.

Die Maschinen haben den Menschen in vielen Bereichen des Arbeitslebens schon längst ersetzt. Nur weniges, mit dem wir täglich in Berührung kommen, ist noch wirklich von Hand gemacht. Diese Stücke erscheinen uns dafür umso kostbarer. Wertvoll ist auch der Wissensschatz um alte Handwerkstechniken. Dieser wird im Waldviertel auf vorbildhafte Weise bewahrt. Denn das Waldviertel hat eine reiche Geschichte als Standort von Handwerksbetrieben. Die Waldviertler Glasmacherei, die Steinbearbeitung, die Fertigung von Textilien prägten über Jahrhunderte die Wirtschaft des Waldviertels.

Handwerk hat goldenen Boden
Der Fokus bei den Handwerkswochen liegt auf der Vermittlung: es geht nicht einfach darum, Handwerksmeister bei der Arbeit zu bestaunen, sondern von ihnen zu lernen und gleich selbst Hand anzulegen. Die produzierten Werkstücke können die „Lehrlinge“ natürlich mit nach Hause nehmen. Perlmutt drechseln, Keramik produzieren, formen und bemalen, filzen, Wolle herstellen, Körbe flechten, Seifen sieden, Sensen dengeln, Glas blasen, Kristallglas schleifen, Holz schnitzen, Holz drechseln, töpfern, schmieden und vieles mehr werden angeboten. Während der Handwerkswochen sind zudem spezielle Packages mit zwei Nächtigungen, Waldviertler Kost und zwei Einheiten in Waldviertler Handwerksbetrieben (je 2,5 Stunden) erhältlich. Zurzeit sind bereits 13 Betriebe fix mit von der Partie, die nicht nur Handwerkskurse, sondern auch Führungen anbieten. Die meisten Kurse sind auf wenige Besucher zugeschnitten, andere richten sich auch an Gruppen. 

Handwerk und Manufakturen im Waldviertel