Beeindruckende Burgen und Ruinen

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Wenn das Mittelalter nah und die Aussicht weit ist: Burgen und Ruinen in Niederösterreich.

Auf Hügel oder Felsspitzen platziert sind Burganlagen stolze Relikte der wehrhaften Vergangenheit Niederösterreichs. Die schönsten sind sogar gratis mit der Niederösterreich-Card zu besuchen.

Niederösterreich war seit dem frühen Mittelalter Grenz- und Durchgangsland. Zahlreiche Burgen bewachten die Grenzen. Schätzungen gehen davon aus, dass es innerhalb der heutigen Landesgrenzen im Mittelalter bis zu 500 Burgen, Ruinen und Wehranlagen gegeben haben könnte. Von manchen sind kaum mehr als die Grundmauern geblieben, andere wiederum wurden zu prachtvollen Schlössern ausgebaut. Wir stellen sechs der imposantesten Burgen und Burgruinen, in denen das Leben von Rittern und Burgfräulein nachzuspüren ist, und die auch fantastische Aussichtswarten sind. Außer der Burgruine Aggstein sind alle Anlagen mit der Niederösterreich-Card kostenlos zu besuchen, die Burgruine Dürnstein ist überhaupt frei zu besichtigen.

Burgruine Dürnstein

Burg Dürnstein wurde zwischen 1140-1145 von den Kuenringern erbaut und im Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden gesprengt. Die heutige Burgruine Dürnstein ist ganzjährig frei zugänglich, und wer erst einmal die Ruine erklommen hat – vom Ortszentrum benötigen Sie dafür sportliche 20 Minuten –, der wird mit einem prachtvollen Panoramablick über die Wachau belohnt. Bekannt ist die Burg aus der Sage um Richard Löwenherz. Der dazu errichtete Themenweg rund um die Ruine Dürnstein führt Sie zu einigen der schönsten Natur- und Kultur-Aussichtspunkten der Wachau.

Die Araburg

Die Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Araburg  im Bezirk Lilienfeld ist mit ihrer Lage auf fast 800 Metern Seehöhe die höchstgelegene Burgruine Niederösterreichs. Einst der Inbegriff der Wehrhaftigkeit dient die Araburg heute mit ihren zahlreichen Veranstaltungen wie den Burgschauspielen, Konzerten und dem mittelalterlichen Georgsfest der Unterhaltung. Im Burgmuseum erleben die Besucher das Leben auf einer Burg mit allen Sinnen und können z. B. einen Ritterhelm aufsetzen oder versuchen, in der Burgküche wie im Mittelalter Feuer zu machen.

Ruine Kollmitz

Die im nördlichen Waldviertel liegende Ruine Kollmitz gehört zu den größten und beeindruckendsten Ruinenanlagen Österreichs. Sie wurde im 13. Jahrhundert auf einem von der Thaya umflossenen Felsen zur Grenzsicherung gegen Böhmen errichtet. Im Museum sind Exponate über die Burggeschichte und eine Dokumentation über das Leben und Werk des Topographen Georg Matthäus Vischer zu besichtigen. Führungen werden auf Anfrage angeboten.

Burg Plankenstein

Die über 800 Jahre alte, mitten im malerischen Grün des Mostviertels liegende Burg Plankenstein ist nicht nur ein attraktives Ausflugsziel, sondern heute auch ein Hotel und Veranstaltungszentrum. Angeboten werden Burgführungen, Schnitzeljagd, Ritterspiele, Ritteressen (auf Wunsch auch in mittelalterlicher Kleidung), Keramikstunden, Kletterpark (22 Routen von Grad 4 bis 8, Boulderfels), Fackelwanderungen und vieles andere mehr.

Burg Liechtenstein

Die am Rand des südlichen Wienerwalds gelegene Burg Liechtenstein ist die Stammburg der Fürsten von Liechtenstein und ist von der Architektur her ganz besonders interessant, reichen doch hier die Bauepochen von der Romanik bis zum Historismus. Neben wesentlichen Teilen der romanischen Burganlage aus dem Jahr 1130 machen zahlreiche Einrichtungsgegenstände – Waffen, Möbel und Balkendecken, Reliefs und die Burgkapelle – sowie einer der schönsten Blicke über Wien die Burg zu einer ganzjährig attraktiven Kultureinrichtung.

Burgruine Aggstein

Die sehr gut erhaltene Burgruine Aggstein gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Wachau. Die sagenumwobene Raubritterburg, deren Ursprünge in das 12. Jahrhundert zurückgehen, thront auf einem steilem Felsen über dem Donautal und bezaubert ihre Gäste mit ihrem pittoresken Ambiente und einem atemberaubenden Panorama. Versteckte Stiegen, Höfe und Türme, ein Verlies, eine Kapelle, ein Rittersaal und eine Taverne laden ein, längst vergangene Zeiten wieder zu entdecken.