Aus der Lehmgruabn´

Aus selbst gegrabenen, lange gereiften Lehmen und Tonen formt Josef Wieser aus dem Mostviertel Gebrauchskeramik.

Als Hafner und Keramiker vereint Josef Wieser zwei Berufe, die ursprünglich zusammengehörten, wie auch der Begriff Hafner nahelegt: Jemand, der "Hafen" – also Gefäße aus Ton – fertigt. 2005 ließ sich der Mostviertler als selbständiger Naturlehmkeramiker in Waidhofen an der Ybbs nieder.

Aus der Grube
So wie der Lehm draußen gestochen wird, kommt er in die Werkstätte von Naturlehmkeramiker Josef Wieser. Dort schlämmt er ihn mit Wasser auf und siebt ihn grob durch. So bleiben alle natürlichen Begleitmineralien erhalten. Nach Jahrhunderte alter Töpfertradition lagert der Keramiker den Ton mindestens ein Jahr kühl und feucht.

In der Zeit liegt die Kraft
Jeder Krug wird einzeln auf der Töpferscheibe geformt und nach langsamem Trocknen bei 900°C rohgebrannt. Anschließend wird der Krug innen und oben mit Glasur aus Gesteinsmehl überzogen und nochmals in der direkten Flamme gebrannt. Das führt zu einmaligen Schattierungen in der Glasur und zeigt noch mehr, dass jeder Krug ein Unikat ist.

Was Sie noch interessieren könnte...