naiv.? im museum gugging

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Naive Kunst aus der Sammlung Infeld im museum gugging.

Mit über 120 Werken lädt die Schau „naiv.? naive kunst aus der sammlung infeld“ ein, die Grenzen des Begriffes der Naiven Kunst auszuloten und ihre große Bandbreite zu entdecken.

Die große Vielfalt der Naiven Kunst zeigen in der Sonderausstellung „naiv.? naive kunst aus der sammlung infeld“ noch bis 5. September 2021 31 Künstlern aller Nationalitäten, darunter etwa aus Ex-Jugoslawien, Georgien, Polen, Deutschland, Frankreich und natürlich auch aus Maria Gugging. Die 120 Exponate zeigen art brut von den 1930er-Jahren bis in die 2000er-Jahre. So groß wie das Feld der Künstler und die Zeitspanne ist auch die Vielfalt der Motive: Vom einfachen bäuerlichen Leben bis hin zu wundersamen Fabelwesen sind zu sehen, die Künstlerinnen und Künstler malen dabei nicht nur, sondern bedienen sich dabei auch Techniken wie der Holzbildhauerei oder der Hinterglasmalerei. 

Die Sammlung Infeld

Die herausragenden Leihgaben dieser Ausstellung stammen allesamt aus der Sammlung Infeld. Der renommierte Musiksaitenhersteller Peter Infeld (1942 – 2009) und seine Mutter Margaretha Infeld (1904 – 1994) begannen Mitte der 1960er-Jahre, Kunst zu sammeln. Sein Interesse für Naive Kunst führte den Sammler zu dieser Zeit in das kroatische Dorf Hlebine, wo er erste Werke Naiver Künstler erwarb. Für ihn war es: „Ein schönes Erlebnis zu sehen, wie die Menschen dort arbeiten, wie sie leben, wie sie ihre Kühe melken und gleichzeitig einen feinen Pinsel schwingen“, so der Bericht von damals. Aus diesen ersten Begegnungen entstanden lebenslange Freundschaften wie etwa jene mit Ivan Generalić. Für den Sammler Peter Infeld bedeutete Naivität im kunsthistorischen Sinne keinesfalls einen Mangel an akademischer Bildung, sondern sie stand für ihn für Unmittelbarkeit, Unbefangenheit, die Lust auf das Entdecken der Welt und die Unberührtheit. Heute umfasst diese zentrale österreichische Sammlung Naive Kunst aus Kroatien und anderen Ländern, Art Brut, Werke der Wiener Schule des Fantastischen Realismus, Pop Art und sogenannten Thangkas, buddhistische Meditationsbilder aus Tibet. Die aktuelle Sonderausstellung zeigt nun bedeutende Meisterwerke dieser Sammlung in Maria Gugging.

Museum Gugging