„gehirngefühl.!"

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Der niederösterreichische Ort Gugging im Wienerwald nahe Klosterneuburg ist für die internationale Kunstwelt zu einem Begriff geworden.

Die Kunst der Gugginger Gruppe wird der Art Brut zugerechnet. Der Maler Jean Dubuffet, der diesen Begriff prägte, bezeichnete damit eine „edle, herbe, ursprüngliche Kunst” mit einer höchst persönlichen und unangepassten Formensprache.

Kunst ohne Vorbilder

Das „Haus der Künstler“ auf dem ehemaligen Gelände der Landesnervenklinik Gugging ist keine Abteilung des Krankenhauses, sondern eine Wohngemeinschaft. Die Gugginger produzieren Kunst, die als Art brut in der Kunstgeschichte ihren Platz gefunden hat. Die Maler Johann Hauser, Oswald Tschirtner und August Walla gelten heute als anerkannte Künstler.Leo Navratil, Psychiater an der ehemaligen Landesnervenklinik in Maria Gugging im Wienerwald, hatte erkannt, dass einzelne seiner Patienten Bilder anfertigen, die weder in die Gruppe der Laien noch in die Gruppe der Psychotiker passten. Die künstlerische Avantgarde war begeistert von dieser neuen Formensprache, einer Kunst ohne Vorbilder.

gehirngefühl.!

Das Art Brut Center Gugging war eine logische Erweiterung des „Haus der Künstler“. Es verfügt über eine Ausstellungsfläche von 1300 m². Der größere Teil ist dem Werk der Künstler aus Gugging vorbehalten. Im anderen Teil finden regelmäßig Sonderausstellungen statt. „gehirngefühl.! kunst aus gugging von 1970 bis zur gegenwart“ zeigt ab 26. April 2019 alle Künstlergenerationen, die bis dato in gugging gewirkt haben, erstmals liegt dabei der Fokus aber auf aktuellen Arbeiten zeitgenössischer Künstler wie Laila Bachtiar, Leonhard Fink, Helmuth Hladisch oder Arnold Schmidt. Johann Garber, Bindeglied zwischen den Generationen, steht mit seiner Arbeit „EIN FADES GEHIRNGEFÜHL.“ Pate für den Titel der Schau.