Vom Krokus zur Praline

Die geheimen Safran-Felder in der Wachau bei Krems in Niederösterreich: Bernhard Kaar verhilft der regionalen Tradition des Safran-Anbaus zu neuen Ehren.

Der bio-zertifizierte Wachauer Safran von Bernhard Kaar belebt eine alte Tradition neu: Schon im Mittelalter wurde das teuerste Gewürz der Welt in der Wachau angebaut. Heute entstehen aus dem roten Gold Delikatessen von Essig bis Schokolade.

Safran-Honig, -Marmelade und -Essig: In Dürnstein vertreibt Bernhard Kaar selbstproduzierte Spezialitäten aus dem teuersten Gewürz der Welt. Und dieses wiederum stammt aus Eigenanbau: Mit seinem bio-dynamisch zertifizierten Wachauer Safran haucht Kaar einer alten Tradition neues Leben ein. Denn bereits im Mittelalter – und bis um 1850 – galt die Wachau dank ihrer klimatischen Bedingungen als eines der wichtigsten Anbaugebiete Europas.

Jahrhundertealte Anleitung
2007 machte der Wiener Ökologe und Botaniker sein Interesse für den sensiblen Krokus zum Beruf – nach einer Anbau-Anleitung von 1792 und mithilfe des Schweizer Experten Rene Hunziker. Von ihm erhielt Kaar wertvolle Erfahrungswerte. Und 30.000 Krokusknollen zum Start der eigenen Zucht. Diese ist heute auf rund 250.000 Knollen angewachsen – gut behütet und versteckt gepflanzt auf aufgelassenen Weinterrassen an der Donau.

Handgezupfte Fäden
Im Herbst erntet Kaar das rote Gold – von Hand werden die drei Fäden jeder Blüte gezupft und getrocknet. Größtenteils wird das edle Gewürz dann weiterverarbeitet – mit biologischen Rohstoffen aus der Region. Übrigens: Die Konditorei Hagmann macht aus dem Wachauer Safran besonders Süßes – nämlich Schokolade und Pralinen.

www.crocus-austriacus.at

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