Der niederösterreichische Ort Gugging im Wienerwald nahe Klosterneuburg ist für die internationale Kunstwelt zu einem Begriff geworden.

Zurück zum Ursprung

Die Kunst der Gugginger Gruppe wird der Art Brut zugerechnet. Der Maler Jean Dubuffet, der diesen Begriff prägte, bezeichnete damit eine „edle, herbe, ursprüngliche Kunst” mit einer höchst persönlichen und unangepassten Formensprache.

Das „Haus der Künstler“ auf dem ehemaligen Gelände der Landesnervenklinik Gugging ist keine Abteilung des Krankenhauses, sondern eine Wohngemeinschaft. Die Gugginger produzieren Kunst, die als Art brut in der Kunstgeschichte ihren Platz gefunden hat. Die Maler Johann Hauser, Oswald Tschirtner und August Walla gelten heute als anerkannte Künstler.

Kunst ohne Vorbilder
Leo Navratil, Psychiater an der ehemaligen Landesnervenklinik in Maria Gugging im Wienerwald, hatte erkannt, dass einzelne seiner Patienten Bilder anfertigen, die weder in die Gruppe der Laien noch in die Gruppe der Psychotiker passten. Die künstlerische Avantgarde war begeistert von dieser neuen Formensprache, einer Kunst ohne Vorbilder.

Ein eigenes Museum
Das Art / Brut Center Gugging war eine logische Erweiterung vom „Haus der Künstler“. Es verfügt über eine Ausstellungsfläche von 1300 m². Der größere Teil ist dem Werk der Künstler aus Gugging vorbehalten. Im anderen Teil finden regelmäßig Sonderausstellungen statt.